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| 19:00 Uhr

Radsporttage Forst
Ein perfektes Radsport-Pfingsten

Im gut gefüllten Stadion und bei bestem Wetter herrscht zum Pfingstpreis beste Stimmung  beim Steher-Publikum.
Im gut gefüllten Stadion und bei bestem Wetter herrscht zum Pfingstpreis beste Stimmung  beim Steher-Publikum. FOTO: Margit Jahn
Forst. Packende Rennen, neue Maschinen, Wetter spielt mit – Forster Herz, was willst du mehr?

Ein Wochenende der Superlative fand am Sonntagabend bei strahlendem Sonnenschein sein Ende. Hochkarätige Sportler, Sonne satt, Zuschauerrekord und allerbeste Volksfeststimmung – das ist der Stoff, aus dem die Forster Rennbahnträume sind. Vor allem die der Organisatoren.

Nach einem spannenden Dernyrennen am Samstag wurde die neue Forster Bürgermeisterin Simone Taubenek mit einem Blumenstrauß vom PSV begrüßt –  bevor sie ihrerseits das Publikum begrüßte und das Rennen auf der Bahn offiziell eröffnete. Gleichzeitig wurden drei Abschiede dem Publikum angekündigt.

Großer Pfingstpreis der Steher in Forst FOTO: Frank Hammerschmidt

Abschied eins: Stadionsprecher Frank Schneider moderierte sein letztes Rennen. Mit stehenden Ovationen, einem Spalier aller Rennfahrer und Schrittmacher und so manch einer Träne wurde er von seinem Nachfolger Marcel Barth auf das oberste Treppchen berufen und dort von vielen Rednern mit Abschiedsworten bedacht. Er bleibe dem PSV aber treu, bedankte er sich, bevor er offiziell den Stab seinem Nachfolger Marcel Barth überreichte. Barth und Schneider hatten schon am Samstag beim Derny abwechselnd moderiert und setzen dies auch beim großen Pfingstpreis fort. Die Chemie war stimmig zwischen den Beiden. Marcel Barth zeigte, dass auch er versteht, die Stimmung im Oval anzuheizen: In DJ Manier steckte er mit seiner guten Laune die vielen Besucher an und motivierte das gesamte Publikum zur La Ola-Welle.

Abschied zwei und drei galten dem sympathischen und immer lächelnden niederländischen Rennfahrer Patrick Kos sowie Schrittmacher Christian Dippel.

Dafür konnten neue Dernymaschinen dem Publikum präsentiert werden. Zwei davon vom PSV angeschafft, zwei wurden von den  Firmen Mäbert und Jahrow gesponsert.

Präsident Gerd Suschowk hob in seiner Eröffnungsrede aber noch einmal eindeutig hervor, dass die Rennbahn dringend einer Sanierung bedarf, damit Stehersport in Forst auch in Zukunft in der gewohnten Qualität stattfinden kann. Bürgermeisterin  Simone Taubenek versichterte: „Wir werden uns das in Ruhe anschauen und eine Lösung finden.“ Das Stadion als Besucher- und Tourismusmagnet soll nicht wegfallen. Sie ist Steherfan geworden, eine Sportart, die sie wie viele anderen nicht kannte, „bevor ich in die Lausitz gezogen bin“. Ihr erster offizieller Auftritt machte ihr sichtlich Spaß, die Voraussetzungen dafür waren gut. Dieses Mal musste niemand bangen, ob die Bahn bis zum Schluss trocken bleibt, das  Wetter war ideal. Vor einem prall gefüllten Stadion haben die Sportler für erstklassigen Stehersport gesorgt. Jakub Filip, der Tags zuvor beim Dernyrennen schwer gestürzt war, wollte unbedingt dabei sein, und fuhr geplante zehn Runden mit. Die Zuschauer honorierten diesen Kampfgeist mit besonders viel Applaus. Ein „tolles, spannendes Rennen“ befand auch Familie Zimmermann, die für die Steherrennen aus Berlin nach Forst kommt.

8. Derny-Cup in Forst FOTO: Hammerschmidt Frank / Frank Hammerschmidt