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| 20:27 Uhr

Anklage wegen Körperverletzung
Forster Schulleiter angeklagt

Cottbus/Potsdam. Staatsanwaltschaft Cottbus wirft Pädagogen in 20 Fällen Körperverletzung an Kindern vor. Von Christian Taubert

() Es sind ungeheuerliche Vorwürfe: Der Leiter einer Grundschule in Forst (Spree-Neiße) soll sich wiederholt während des Unterrichts der Körperverletzung an Kindern schuldig gemacht haben. 20 solcher Fälle in den Jahren 2015 bis 2017 wirft die Staatsanwaltschaft Cottbus dem Mann vor – zulasten von sieben Mädchen und Jungen.

Die schwerwiegenden Vorwürfe gegen Daniel B. sind dem Brandenburger Bildungsministerium bereits seit dem vergangenen Jahr bekannt. Eltern betroffener Kinder hätten den Pädagogen angezeigt, bestätigt ein Ministeriumssprecher der RUNDSCHAU. Der Lehrer habe daraufhin sich selbst angezeigt, um die „haltlosen Vorwürfe“ aufklären zu lassen. Zudem habe der Schulleiter Anzeige wegen Verleumdung erstattet.

Das Potsdamer Bildungsministerium habe zusammen mit der Schulaufsicht den Sachverhalt geprüft, so der Ministeriumssprecher weiter. Dies sei ein schwieriger Prozess gewesen, da es widersprüchliche Aussagen gegeben habe. Nachdem das Ministerium die Anklageschrift zur Kenntnis genommen habe, seien weitere vertiefte Prüfungen eingeleitet worden. Das entsprechende Verfahren sei noch nicht abgeschlossen. Deswegen könnten mögliche Konsequenzen für den Schulbetrieb noch nicht benannt werden.

Die Anklageschrift liegt seit Mai beim Amtsgericht Cottbus vor. Eine Hauptverhandlung in der Sache werde es frühestens im ersten Quartal 2019 geben, heißt es dort. Grund: Das Gericht ist überlastet. Alle verfügbaren Hauptverhandlungstermine für das laufende Kalenderjahr seien vergeben, sagt ein Gerichtssprecher.