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Forster Schülerin gewinnt Forschungspreis

Annalena Roscher hat für ihre Facharbeit den ersten Preis erhalten.
Annalena Roscher hat für ihre Facharbeit den ersten Preis erhalten. FOTO: kkz
Forst. Vollkommen überrascht war Annalena Roscher, als bei der Verleihung des ihp-Forschungspreises ihr Name aufgerufen wurde. "Ich war eigentlich ohne Erwartungen nach Frankfurt / Oder gefahren", berichtet 15-jährige Schülerin. kkz

Sie hatte sich vor der Preisverleihung Anfang September andere eingesandte Facharbeiten angeschaut. Die hätten sich teilweise mit schwierigen technischen Themen auseinandergesetzt, so Annalena. Um so mehr freut sie sich über die Urkunde. Das Preisgeld will die Turniertänzerin in ein neues Kleid investieren.

Am Forster Gymnasium schreiben alle Schüler in der neunten Klasse eine Facharbeit, um das wissenschaftliche Arbeiten zu üben. Das Thema erarbeiten die Schüler gemeinsam mit dem betreuenden Lehrer. Biologielehrerin Martina Schwibs schlug Annalena Roscher ein aktuelles und kontrovers diskutiertes Thema vor: Die Rückkehr des Wolfs in die Lausitz. "Ich finde den Wolf generell faszinierend", sagt die Schülerin. Nun wollte sie die Frage beantworten, wie sich die Rückkehr des Wolfes auf den Wildbestand und die Nutztierhaltung auswirkt. In der Forster Stadtbibliothek recherchierte Annalena in Büchern. Sie führte Interviews mit Vanessa Ludwig vom Wolfsbüro in Rietschen und mit Jäger Gregor Russ. Vor allem in den Herbst- und Winterferien arbeitete die Forsterin intensiv an ihrer Facharbeit. Unterstützt wurde sie von der Familie. Ihr Opa fuhr sie zu den Interviewterminen und mit ihrer Mutter diskutierte sie das Thema. . "Es war sehr anstrengend, hat aber auch unheimlich Spaß gemacht", sagt Annalena rückblickend. In ihrer Arbeit kommt die Schülerin zu dem Schluss, dass der Wolf Veränderungen mit sich bringt. "Nutztierhalter müssen sich den neuen Gegebenheiten stellen und ihre Tiere zusätzlich schützen", erklärt sie. "Weil der Wolf die schwächeren und kranken Tiere fängt, bleibt ein etwas kleinerer und dafür vitalerer Bestand im Wald", schreibt die Forsterin in ihrer Arbeit. Für die Jäger ergeben sich daraus wirtschaftliche Einbußen. Persönlich hofft sie nach der Recherche, dass der Wolf in der Lausitz eine Zukunft hat.