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Forster Schüler unterstützen BTU bei Vorabtest

BTU-Pretest College am Jahn-Gymnasium in Forst: Julie Biron (li.) und Jens Brinkmann (r.) von der Fakultät für Architektur erklären Willi Mrosk (Mitte) wie der Architektur-Test für das BTU-College funktioniert und aufgebaut ist.
BTU-Pretest College am Jahn-Gymnasium in Forst: Julie Biron (li.) und Jens Brinkmann (r.) von der Fakultät für Architektur erklären Willi Mrosk (Mitte) wie der Architektur-Test für das BTU-College funktioniert und aufgebaut ist. FOTO: Guckland
Forst. Früh übt sich, wer später erfolgreich studieren möchte. Die Brandenburgisch Technischen Universität (BTU) bietet zukünftigen Studenten Vorbereitungskurse an. Um herauszufinden, ob ein solcher Kurs nötig ist, wurden an der BTU Fachtests erstellt. Bei deren Erprobung haben Forster Gymnasiasten die Uni unterstützt. Anne Guckland

Wie lange braucht man, um einmal zu Fuß die Erde zu umqueren? Was sind die Bestandteile eines Zellkerns? Oder wie viele räumliche Hüllen hat ein Haus? Bei all diesen Fragen kamen die Schüler von Friedrich- Ludwig- Jahn- Gymnasium in Forst zwar mächtig ins Grübeln, schlechte Noten für falsche Antworten brauchten sie ausnahmsweise aber nicht zu fürchten.

Die Fragen stammen alle aus Fachtests für Studienvorbereitungskurse an der BTU. Mit einem Zentrum für Studiengewinnung und Studienvorbereitung, auch College genannt, soll Studieninteressierten ein besserer Einstieg in ihr Studium gelingen. Ein Baustein vom College sind Fachkurse, die zukünftige Studenten direkt auf das Studium an der BTU vorbereiten.

Um einzuschätzen, ob zukünftige Studierende einen solchen Vorbereitungskurs besuchen sollten und in welcher Fachrichtung hat das BTU-College fachspezifische Tests entwickelt. Schüler und Berufstätige können ihren Wissensstand testen und herausfinden, wie gut eine bestimmte Fachrichtung zu ihnen passt. "Gerade an den Grundlagen sollten Studenten am Anfang ihres Studiums nicht scheitern", sagt Matthias Koziol, Wissenschaftlicher Leiter des College. "Um Wissen aufzufrischen, ist so ein Vorbereitungskurs ideal."

Um die Tests vor ihrer Veröffentlichung im Internet Mitte März unter realen Bedingungen auszuprobieren, hat sich die BTU an das Jahn-Gymnasium gewandt. "Wir kooperieren bei verschiedenen Projekten miteinander und das ist eine Chance, diese zu leben", erklärt die stellvertretende Schulleiterin Ulrike Weikert. Mit dem Test könnten sich Studieninteressierte besser selbst einschätzen und auch das ein oder andere Fach für sich entdecken, wie etwa der 17-Jährige Willi Mrosk, der den Architekturtest absolvierte.

"Ich wusste bisher gar nicht, welche unterschiedlichen Bereiche es im Architekturstudium gibt", sagt der 17-Jährige. Durch den Test sei auf jeden Fall sein Interesse an dem Fach geweckt worden. "Ich könnte mir auf jeden Fall das Fach als Studium vorstellen." Anderen Schülern hat der Test in ihrer Studienfachwahl bereits bestätigt. "Physik werde ich keinesfalls studieren", ist sich Katharina Köhler sicher. Aber nicht nur die Schüler am Jahn-Gymnasium konnten einiges aus dem Vorabtest mitnehmen. "Wir können sehen, ob inhaltlich und technisch unsere Arbeit funktioniert, und haben Anregungen für Verbesserungen mitgenommen", sagt Matthias Koziol. Wichtig sei auch zu erfahren, wie die Fachtests auf die Schüler wirken. "Wir wollen auf keinen Fall demotivieren, sondern wollen eher Lust machen, zu studieren".