Da kommen viele unterschiedliche Meinungen zusammen, so Marvin Ram. "Zurzeit planen wir, eine Kinder- und Jugendversammlung durchzuführen, um abzustimmen über die Form der Beteiligung und die aktuellen Themen. Die wird am 8. November stattfinden", informierte Alina Gäbler. "Wir haben im Voraus einen Fragebogen entworfen, um herauszufinden, welche Themen besprochen werden sollen und können. Den wollen wir noch vor den Sommerferien austeilen", so Michelle Thron und Emely Kesting. Die Ausschussmitglieder applaudierten angetan. "Wenn man die tollen Ergebnisse sieht, stimmt es optimistisch, dass wir über einen langen Zeitraum eine Mitwirkung erzielen und die Interessen und Vorschläge der Forster Jugend einfließen werden in die Beschlusslagen der Stadtverordneten", sagte Verwaltungsvorstand Sven Zuber.

Ausschussmitglied Thomas Jaehn (FDP) stellte indes die Wirksamkeit infrage. In der Stadt bewege sich ohnehin nicht viel für Kinder und Jugendliche; der Schuttberg neben der Grundschule Mitte sei immer noch da, die Sanierung der Schwimmhalle komme nicht voran, so Jaehn. Verstimmt über im "Malxeblatt" geäußerte Kritik des Forster Linksfraktionschef Ingo Paeschke an seinen Äußerungen zur Frage sorbisches Siedlungsgebiet warnte Jaehn gar vor "Rotlichtbestrahlung" durch Parteien wie Die Linke, sollte diese oder deren Jugendorganisation in der Projektgruppe vertreten sein. Ausschussmitglieder wie Doris Dreßler (Die Linke) und die Vorsitzende des Gremiums, Sarah Zimpel (SPD), verbaten sich derlei Tonlagen. Die Schüler verfolgten den öffentlichen Teil der Sitzung aufmerksam bis zum Schluss.