Auch die Rosenkönigin Birgit Wagner, Minister Dietmar Woidke (SPD), Rosengartenchef Jens Hofmann und Hermann Kostrewa, Dezernent des Landkreises Spree-Neiße, waren dabei. Die Jury, die die 13 Bewerbungen im Auftrag des Motorenherstellers Briggs & Stratton begutachtete, hatte sich am Ende für Forst entschieden (die RUNDSCHAU berichtete). Juror Werner Küsters überbrachte Glückwünsche und betonte, der Rosengarten sei der einstimmige und unumstrittene Sieger. „Sie lagen in fast allen Kriterien der Jury vorn. Ganz weit in der Kategorie Bürgerpark.“ Als Gartenfachmann weiß Werner Küsters allzu gut, dass man sich kaum etwas Schwierigeres antun kann als einen Rosengarten zu planen, zu bauen, zu unterhalten und über fast 100 Jahre fortzuentwickeln.

Bernd Krause von Briggs & Stratton musste gestehen, dass er zum ersten Mal den Forster Rosengarten besucht und sich gleichzeitig sicher ist, dass es nicht das letzte Mal ist. „Nach dieser Ehrung werden sicherlich nicht nur viele Berliner, sondern auch viele Gartenfreunde und Naturliebhaber aus ganz Deutschland den Ostdeutschen Rosengarten zu ihren Reisezielen erklären.“

Bürgermeister Jürgen Goldschmidt dankte für die hohe Auszeichnung und stellte die Frage: „Was würden die Gartendirektoren Alfred Boese und Werner Gottschalk nur sagen, könnten sie heute dabei sein? Wir ehren und pflegen auch künftig ihr Vermächtnis.“

Der Wettbewerb, erstmals im Jahr 2002 ausgetragen, ist inzwischen europäisch, sodass sich die Stadt Forst im kommenden Jahr mit europäischen Parks messen will. Das versprach Bürgermeister Jürgen Goldschmidt den rund 100 Gästen. Dabei erinnerte er an den bevorstehenden 100. Geburtstag im Jahr 2013.

Minister Dietmar Woidke erinnerte an die vielen fleißigen ehrenamtlichen Helfer, die mit großem Engagement die Gartenanlagen voran brachten. „Hierzu zähle ich auch den Förderverein des Ostdeutschen Rosengartens mit seinem Vorsitzenden Hans-Rainer Engwicht.“ Die Stadtverordneten forderte der Minister auf, weiterhin hinter ihrem Bürgermeister zu stehen, damit das Kleinod Forster Rosengarten weiter blühe und gedeihe.

Im Anschluss an diesen feierlichen Akt schritten Minister Woidke, Bürgermeister Jürgen Goldschmidt, Werner Küsters und Bernd Krause zur symbolischen Pflanzung eines Blauglockenbaumes. Dieser stand bereits an Ort und Stelle in der Erde. Der Regen hatte inzwischen nachgelassen, dennoch wurde der Baum mit der Gießkanne angegossen.