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| 02:35 Uhr

Forster Museumsverein feiert 25 Jahre Jubiläum

Sven Zuber.
Sven Zuber. FOTO: moe
Forst. Am 7. Februar jährt sich das Gründungsdatum des Museumsvereins der Stadt Forst zum 25. Beate Möschl

Mal. Das wird am Sonntag, den 14. Februar, in würdigem Rahmen im Brandenburgischen Textilmuseum Forst gefeiert. Zu der Festveranstaltung sind Gründungsmitglieder, Förderer und "Prominente" eingeladen. Darunter natürlich Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), der auch Mitglied des 1991 gegründeten Museumsvereins der Stadt ist, und Susanne Köstering, Geschäftsführerin des Museumsverbandes des Landes Brandenburg. Auch der Forster Bürgermeister Philipp Wesemann (SPD), ebenfalls Vereinsmitglied, wird erwartet zu einem Grußwort. Die Festrede hält der Vorsitzende des Museumsvereins, Hagen Pusch.

Sven Zuber, Initiator, Gründungsmitglied und langjähriger Geschäftsführer des Museumsvereins, wird in einer kleinen Festrede Rückschau halten auf die Herausforderungen des Vierteljahrhunderts Engagement für die Geschichte der Stadt. Die hatten mit den Jubiläumsfeierlichkeiten aus Anlass 750 Jahre Forst bereits eine Art Krönung erfahren, wie Zuber als Projektleiter der Feierlichkeiten immer wieder würdigt. "Ich finde es so wunderbar, dass die Stadt sich Zeit genommen hat und sich viele Engagierte weiterhin Zeit nehmen, sich mit der Stadt und ihrer Geschichte zu beschäftigen. Das war gar nicht so einfach nach dem Krieg, denn zwischen 1945 und 1991 gab es kein Museum mehr in der Stadt", erinnert er.

Nur eine Art Heimatstube habe es gegeben. Die war in den letzten Jahren der DDR im Dachgeschoss des heutigen Gymnasiums untergebracht. "Da ist eine Generation aufgewachsen ohne Chancen, sich mit der Geschichte zu beschäftigen. Deswegen habe ich mich auf den Weg gemacht und 1990 gemeinsam mit Gleichgesinnten begonnen, aus der Heimatstube wieder ein Städtisches Museum zu machen", erzählt er der RUNDSCHAU.

Am 7. Februar konnte der Museumsverein der Stadt Forst gegründet werden. "Wir waren elf Gründungsmitglieder, der 1. Vorsitzende war Joachim Unger", erzählt Zuber, der lange Jahre als Geschäftsführer des Museumsvereins tätig war. "Wir haben viele Projekte geprüft und viele Leute als Gutachter mobilisiert, um die Notwendigkeit, die räumlichen Möglichkeiten in der Stadt und das Potenzial unsers Anliegens deutlich zu machen." Das sei nicht immer leicht gewesen. Während der damalige Bürgermeister Gerhard Reinfeld (CDU) sich stark engagiert habe für ein Städtisches Museum, habe beispielsweise der damalige Kämmerer gern intoniert, dass es in Forst kein Museum geben wird, solange er da ist. Dennoch konnte die Entwicklung 1995 gekrönt werden mit der Eröffnung des Brandenburgischen Textilmuseums im August, das viele Menschen zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten zusammenführt und zu einem Aushängeschild für Forst geworden ist.

Hier wird deshalb auch die Festveranstaltung stattfinden. Sie wird kulturell umrahmt von der beliebten Cottbuser Band "Träumer und Menschen" und einem Bühnenprogramm des Karnevalsvereins Forst-Sacro 1979.

Der Museumsverein ist seit 1996 Träger des Brandenburgischen Textilmuseums und hat derzeit 120 Mitglieder.