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| 17:18 Uhr

Aktion
Gartenoasen zum Träumen

 Den Gartenbesitzern Angelika und Peter Bossow schlägt keine Stunde: Die antike Uhr ist eines der Gestaltungselemente im Garten.
Den Gartenbesitzern Angelika und Peter Bossow schlägt keine Stunde: Die antike Uhr ist eines der Gestaltungselemente im Garten. FOTO: Angela Hanschke
Forst. Familie Bossow und Birgit Teffelt aus Forst zeigen am Sonntag ihre grünen Refugien. Von Angela Hanschke

Zwei stolze Gartenbesitzer öffnen anlässlich des „Tages der offenen Gärten“ am Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr die Pforten, um ihre Freude am Gärtnern und Gestalten mit den Besuchern zu teilen. Mit viel Enthusiasmus wurden zwei Gärten mit ganz individueller Handschrift geschaffen, die dennoch Raum „zum Seele baumeln“ lassen.

„Guck ums Eck“ haben Angelika und Peter Bossow ihr etwas verstecktes grünes Refugium in der Weberstraße 13 genannt. Vor neun Jahren verwandelten sie die Wiesenlandschaft in ein 3000 Quadratmeter großes Gartenparadies, das sie mit Insekten, Ringelnatter, Eidechsen und im Frühjahr mit einem Wildentenpärchen teilen. Seither haben die duftende Ramblerrose, Trompetenbaum, Birke, Tanne und Walnussbaum eine stattliche Größe erreicht. Im Eingangsbereich gedeihen duftende heimische und exotische Küchenkräuter.

Jeder Schritt auf den gewundenen Gartenpfaden eröffnet den Blick auf liebevoll arrangierte Blumen, Gehölze, Ruhegelegenheiten und dekorative Fundstücke aus Holz, Metall, Jute und Keramik. „Gekaufte Dinge sind nicht so prickelnd“ heißt die Maxime der Bossows. Zwischen Säulenwacholder und Eibe lugt eine steinerne Nymphe hervor. Herzstück des Gartens sind zwei kleine Teiche mit Bachlauf, in denen Gold- und Blauorfen ein „Wasserballett“ aufführen.

Platz bleibt ganz bewusst auch für „Wildwuchs“ wie Brennnesseln. Am südwestlichen Gartenrand in Nachbarschaft des Totholzgartens und einer Trockenmauer aus Muschelkalk, durch Prinz Charles und den britischen Cottage-Stil inspiriert, verweist ein Schild auf das „Dichterstübchen“ mit antiker Schreibmaschine, zwischen deren Typen Hauswurz spießt. Hier arbeitet der Gastgeber manchmal mit dem Laptop am eigenen Gartenblog www.guckumseck.de. Am Sonntag können die Besucher im privaten, sonst nicht zugänglichen „Cafe“ verweilen, in dem nicht nur die gesammelten Kaffeekannen Blicke auf sich ziehen.

In der Max-Fritz-Hammer-Straße heißt am Sonntag Birgit Taffelt die Gartenfreunde unter dem Motto „Natur trifft Mensch“ willkommen. Seit zehn Jahren entwickelt sich auf lehmigem Grund der zirka 1300 Quadratmeter umfassende Garten, inspiriert von anderen Anlagen, Schritt für Schritt. Etliche Pflanzen, wie Pfingstrose, Rhododendron, Buchs und Deutzie hat bereits die Vorbesitzerin gesetzt. Der Garten soll trotz der gärtnerisch ordnenden Hand nicht gestylt, sondern natürlich wirken. „Ich mag keine geraden Hecken. Die Pflanzen organisieren sich und ihr Zusammenleben selbst“, betont Birgit Taffelt. Vieles gibt es zu entdecken.

Mit üppigem Riesenwuchs überraschen in diesem Sommer die Bougainvillea und duftende Kletterrosen. Westlich begrenzt malerisch der Mühlgraben mit der verwunschen wirkenden „Rattenvilla“ das Anwesen. Ringelnatter, Blindschleiche, Eidechsen, Igel und eine Kröte sind hier zu Hause. Ebenso ein unerlaubt Bäume fällender Bieber. Die bodenbedeckende, fleißig wuchernde  Campanula prägt den Garten mit Tausenden blauen Blüten.

Zwischen Brombeergerank breitet sich der Kiwistrauch aus. Schmetterlinge gaukeln über die duftenden Kräuter, über Papageienblume, Sommerflieder, Purpurglöckchen und Löwenmaul. Auch die Yucca hat inzwischen einen eigenen kleinen Dschungel geschaffen. Im kleinen Nutzgarten werden Mangold, Rote Beete, Dill, Zuckererbsen, Spinat und Bohnen kultiviert.

 Birgit Taffelt hat sich mitten in der Stadt eine blühende Oase mit „Wasseranschluss“ geschaffen.
Birgit Taffelt hat sich mitten in der Stadt eine blühende Oase mit „Wasseranschluss“ geschaffen. FOTO: Angela Hanschke
 Den Gartenbesitzern Angelika und Peter Bossow schlägt keine Stunde: Die antike Uhr ist eines der Gestaltungselemente im Garten.
Den Gartenbesitzern Angelika und Peter Bossow schlägt keine Stunde: Die antike Uhr ist eines der Gestaltungselemente im Garten. FOTO: Angela Hanschke
 Birgit Taffelt hat sich mitten in der Stadt eine blühende Oase mit „Wasseranschluss“ geschaffen.
Birgit Taffelt hat sich mitten in der Stadt eine blühende Oase mit „Wasseranschluss“ geschaffen. FOTO: Angela Hanschke