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| 16:17 Uhr

Forst
Forster Kanu-Tradition zum neuen Jahr

Mit der Eierfahrt am Neujahrsmorgen starten die Wassersportler in Forst ins neue Jahr.
Mit der Eierfahrt am Neujahrsmorgen starten die Wassersportler in Forst ins neue Jahr. FOTO: Herbert Schulze
Forst. Wassersportler pflegen Brauch der Eierfahrt – und bereiten bereits ihr großes Jubiläum im kommenden Jahr vor.

Kanufahren hat neben dem Wettkampfsport auch eine  gesellige Art. Die Mitglieder des Vereins Wassersport Forst haben am Neujahrsmorgen gemeinsam mit den Sportfreunden des Vereins Turbine Forst und der Interessengemeinschaft Mühlgrabenkanuten die nunmehr fast 100-jährige Tradition der Eierfahrt auf dem Mühlgraben und der Neiße nicht ausfallen zu lassen. Wiederholt nahmen auch Gäste aus Hamburg und Cottbus an der Fahrt teil, so Herbert Schulze.

„Angefangen hatte es einmal damit, dass ein Bauer aus dem Stadtrand von Forst den ersten Paddler, den er traf, mit einer Mandel Eier beschenkte. Selbstverständlich wollte jeder gern der Erste sein und so entwickelte sich der Starttermin zum Neujahrsmorgen“, erzählt Schulze.

Nach dem Einsetzen der Boote geht es zunächst auf dem Mühlgraben stromaufwärts in Richtung Neiße. Nach dem Durchfahren der Wehranlage oberhalb des Rosengartens hat man freie Fahrt auf der Neiße. Die hartgesottensten Sportfreunde der 22 Teilnehmer wagten die Fahrt bis zur Wehranlage der sogenannten Neißemühle. Dabei geht es auch vorbei an den noch vorhandenen Resten der Fundamente des Bootshauses der Wassersportfreunde Forst-Koyne. In den besten Zeiten gab es sieben Wassersportvereine in Forst.

Nach dem Wenden der Boote ging es nunmehr mit geringerer körperlicher Anstrengung zurück zu den Startorten. Einen gemütlichen Ausklang bei Speisen und Getränken gab es im Bootshaus des Wassersport-Vereins. Es gab intensive Gespräche zu den im Jahresplan vorgesehenen Veranstaltungen, die man auf der Internetseite des Vereins (www.wassersportverein-forst.de) einsehen kann. Von besonderem Interesse war dabei die Vorbereitung der sogenannten FKK-Tour, die sich inzwischen auch zu einer Traditionsveranstaltung entwickelt, seit die Neiße für den Sportbootverkehr freigegeben wurde.

 Ein weiterer Schwerpunkt bei den Planungen war die Vorbereitung des 100-jährigen Vereinsbestehens. Das Jubiläum kann im Jahr 2019. gefeiert werden. Damit gehört der Verein zu den ältesten Wassersportvereinen in Brandenburg.

Nach dem Abschluß der Paddeltour bekam selbstverständlich jeder Teilnehmer ein gekochtes Ei zur Belohnung.