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| 17:26 Uhr

Forster Jugendbeirat noch in der Findungsphase

Mattis Kohlbacher ist Sprecher des Forster Jugendbeirates und hat gerade die elfte Klasse des Gymnasiums beendet.
Mattis Kohlbacher ist Sprecher des Forster Jugendbeirates und hat gerade die elfte Klasse des Gymnasiums beendet. FOTO: Steffi Ludwig
Forst. Der im November gegründete Forster Jugendbeirat ist noch in der Findungsphase. Das bestätigte der Sprecher des Jugendbeirates, Mattis Kohlbacher (17), gegenüber der RUNDSCHAU. Steffi Ludwig

Bei den Stadtverordneten hatte es in den vergangenen Sitzungen immer wieder verschiedene Meinungen darüber gegeben, ob der Jugendbeirat alleine auf die Stadt zukommen möchte oder nicht.

Der stellvertretende Bürgermeister Jens Handreck hatte einerseits immer wieder seine Bereitschaft signalisiert, als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen, was von den Jugendlichen jedoch nicht genutzt worden sei. Und vor allem die Linke-Fraktion hatte betont, dass sich der Jugendbeirat allein gelassen fühle und keinen Ansprechpartner bei der Stadt habe.

In der Tat habe es in dieser Beziehung eine Kommunikationspanne seitens des Jugendbeirates gegeben, sagt Mattis Kohlbacher. Der Jugendbeirat habe einen Ansprechpartner bei der Stadt gesucht, da Bürgermeister Philipp Wesemann - der den Jugendbeirat quasi mit ins Leben gerufen hatte - durch seine Krankheit ausgefallen war. "Aber die Bereitschaft von Herrn Handreck ist eine Zeitlang nicht zu mir durchgedrungen", bekennt der Sprecher.

Aber dies sei nun geklärt - seit Juni sind monatliche Treffen mit Jens Handreck und dem zuständigen Verwaltungsvorstand Sven Zuber organisiert, zwei haben bereits stattgefunden. "Wir haben unter anderem besprochen, was wir uns wünschen und was sich die Stadt wünscht", so Mattis Kohlbacher. So habe die Stadt beispielsweise Projekte vorgestellt, in die der Jugendbeirat einbezogen werden soll, wie die Weiterentwicklung des ehemaligen Jugendklubhauses in der Gubener Straße zum Jugendtreff. "Das ist gut, denn wir wünschen uns, dass die Stadt uns fragt."

Zudem habe die Stadt auch gefragt, was der Jugendbeirat brauche. "Doch momentan sind wir noch sehr mit organisatorischen Dingen beschäftigt und mit der Frage: Wie wollen wir arbeiten?", stellt Mattis Kohlbacher klar. "Denn wir sind nun mal der erste Jugendbeirat von Forst." Nach der Anfangseuphorie zur Gründung im November mit 27 Mitgliedern habe es inzwischen einige Ausstiegswünsche gegeben, weil einige auch wegen der Ausbildung in eine andere Stadt ziehen. Zwei Jugendliche seien aus dem Vorstand ausgeschieden, dafür sei eine Oberschülerin nachgewählt worden. Nach Auskunft von Mattis Kohlbacher sind derzeit 15 Jugendliche richtig aktiv. "Auch die Zusammenarbeit mit der Oberschule und den Grundschulen klappt gut." Denn der größte Teil der Mitglieder sind Gymnasiasten - was auch der angesprochenen Altersgruppe des Beirats von zwölf bis 18 Jahren geschuldet sei.

Eine Geschäftsordnung gebe es bereits, die jedoch noch beschlossen werden müsse. Die derzeit wichtige Frage sei, ob der Jugendbeirat eine Beiratssatzung haben wolle oder in der Hauptsatzung der Stadt verankert werde. Letzteres habe unter anderem den Vorteil, dass die Stadt verpflichtet wäre, die Jugend zu fragen. Bei der Beiratssatzung gebe es die Bedenken, eventuell nicht gehört zu werden - hier sei der Jugendbeirat noch gespalten, so sein Sprecher. Dieses Thema solle in der nächsten Sitzung nach den Ferien mit Annett Bauer von der Fachstelle Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg, die auch bei der Gründung dabei war, besprochen werden. Dann werde dies hoffentlich geklärt sein, damit der Jugendbeirat auch mehr inhaltlich arbeiten könne. Hier sei momentan der Skaterpark das größte Thema, Kontakt mit den Skatern habe es bereits gegeben, so Kohlbacher.

Kontakt zu anderen Städten, in denen es Jugendkonferenzen oder -parlamente gebe wie in Cottbus oder Senftenberg, sei dagegen noch nicht zustande gekommen, so der Sprecher. Eventuell solle auch dies in der nächsten Sitzung des Beirats besprochen werden.