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| 14:56 Uhr

Rückblick und Ausblick der Bürgermeisterin
„Noch nicht einen Tag bereut“

 Bürgermeisterin Simone Taubenek vor ihrem Kurz-Resümee mit Smileys der guten, weniger guten und negativen Themen in Forst sowie den neuen Begrüßungsmappen für neue Bürger, bei Geburten oder Hochzeiten sowie der neuen Glückwunschkarte zum Geburtstag.
Bürgermeisterin Simone Taubenek vor ihrem Kurz-Resümee mit Smileys der guten, weniger guten und negativen Themen in Forst sowie den neuen Begrüßungsmappen für neue Bürger, bei Geburten oder Hochzeiten sowie der neuen Glückwunschkarte zum Geburtstag. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. Die Forster Bürgermeisterin Simone Taubenek zieht nach einem Jahr Amtszeit Resümee. Von Steffi Ludwig

Vor genau einem Jahr, am 17. Mai, hat sie ihr neues Amt übernommen, resümiert Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos) am Freitag: „Und ich habe noch nicht einen Tag bereut.“ Auch wenn sie viel lernen musste, unter anderem, dass in einer Stadt vieles nicht so schnell verändert werden könne, weil die Stadt auch von anderen Institutionen abhängig sei.

Dass sie für Transparenz und Kommunikation stehe, hatte Simone Taubenek von Anfang an betont. Und das macht sie nun anhand von Zahlen, Smileys und Stichpunkten deutlich, die sie an Tafeln notiert. 1396 Termine habe sie in dem Jahr gehabt, 22 Firmen sowie alle Kindergärten und Schulen besucht – und bei Letzteren registriert, dass die Stadt hier mit den Sanierungen noch lange nicht am Ende sei. Die Bürgersprechstunden, die Taubenek seit Januar anbietet, würden sehr gut angenommen. Die Palette der Themen reiche von altersgerechtem Wohnraum bis zum Ordnungszustand der Stadt. Sie versuche zu regeln und sich Informationen der zuständigen Mitarbeiter einzuholen.

Auch sonst habe es in dem Jahr neue Veranstaltungen gegeben: den Forster Hofball, den Blaulichttag, zwei Naturgipfel. Zudem sei der Präventionsrat neu belebt worden. Viele Kulturveranstaltungen gab es in Komfor, Kirchen und den Ortsteilen. Was hier ehrenamtlich geleistet werde, habe sie vorher nur partiell wahrgenommen. Es könne keiner sagen, in Forst sei nichts los, so Taubenek. Was aus ihrer Sicht fehle, sei ein Anlaufpunkt, Klub oder Bar für jüngere Leute: „Doch da sind die Gastronomen mit Ideen gefragt.“

Mit einem lachenden Gesicht macht sie deutlich, was ihr positiv auffiel. Da sei zunächst die sehr gute Arbeit der Verwaltung – denn dadurch entstünden auch die Fördermittelanträge, die Forst in den letzten Monaten Millionen-Zusagen für die Sanierung des Textilmuseums und der Radrennbahn einbrachten. Auch mit einigen Bauprojekten gehe es voran. Bei der Sanierung der Schwimmhalle liege die Stadt im Zeitplan. Momentan werden die Aluminiumbecken eingebaut. Bald werde die Turnhalle Keune abgerissen, die Turnhalle Bademeusel stehe vor dem Abschluss. Bereits eingeweiht wurde das Dorfgemeinschaftshaus Klein Jamno, die Gubener Straße konnte mit Interreg-Mitteln fertiggestellt werden. Das Biwaq-Projekt sei gestartet. Zudem seien jetzt die Begrüßungsmappen für Rückkehrer oder Neu-Forster fertig, ebenso die Mappen, die es zu Hochzeit und Geburt gibt sowie neue Geburtstagskarten. Außerdem seien fünf Ansiedlungs- und Erweiterungsinvestitionen in Forst in Vorbereitung – hierzu liefen jedoch noch Gespräche, weshalb sie keine weiteren Informationen geben könne.

Noch nicht so gut funktioniert laut Simone Taubenek die Kommunikation – damit meint sie unter anderem auch die Arbeit an der neuen Internetseite der Stadt, die verschoben werden musste, aber 2020 fertig sein soll. Auch den Investitionsstau an der Grundschule Mitte oder den Zustand der Straßen bewertet sie eher mittelmäßig. An der Kita Kinderland sei die Situation schwierig, da es nur Fördermittel gebe, wenn die Kita ausgelastet sei.

Sorgen bereiten der Bürgermeisterin die Kriegstrümmer aus dem Zweiten Weltkrieg in der Neiße. Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) habe ihr zugesagt, die Sache bis Ende April prüfen zu lassen; noch gebe es keine Nachricht. Auch für die Nordumfahrung und den Grenzübergang gebe es noch keine Lösung. Eine ansiedlungswillige Firma, die den medizinischen Anbau von Cannabis betreiben wollte, habe keinen Zuschlag für Forst bekommen, so Taubenek. Und letztlich bereite ihr auch der Ordnungszustand in der Stadt, unter anderem die Schmierereien, Kopfzerbrechen. Doch sie werde auch hier dran bleiben – sei es ihr doch als Juristin ein Bedürfnis, an Probleme „einen Haken“ machen zu können, um sich dem nächsten zu widmen.

 Bürgermeisterin Simone Taubenek vor ihrem Kurz-Resümee mit Smileys der guten, weniger guten und negativen Themen in Forst sowie den neuen Begrüßungsmappen für neue Bürger, bei Geburten oder Hochzeiten sowie der neuen Glückwunschkarte zum Geburtstag.
Bürgermeisterin Simone Taubenek vor ihrem Kurz-Resümee mit Smileys der guten, weniger guten und negativen Themen in Forst sowie den neuen Begrüßungsmappen für neue Bürger, bei Geburten oder Hochzeiten sowie der neuen Glückwunschkarte zum Geburtstag. FOTO: LR / Steffi Ludwig