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Forster Bürgermeister ist bereit, sich abwählen zu lassen

Bürgermeister Philipp Wesemann (SPD) Forst ist seit Monaten wegen einer Erkrankung nicht im Dienst. Nun hat ein Fraktion das offizielle Abwahlverfahren in Gang gesetzt.
Bürgermeister Philipp Wesemann (SPD) Forst ist seit Monaten wegen einer Erkrankung nicht im Dienst. Nun hat ein Fraktion das offizielle Abwahlverfahren in Gang gesetzt. FOTO: Ludwig
Forst. Wende im Fall um den erkrankten Bürgermeister von Forst (Spree-Neiße): Die Stadtverordneten sollen über sein Schicksal entscheiden. Wenn eine Mehrheit dafür stimmt, will der im vergangenem November erkrankte Philipp Wesemann (SPD) sein Amt räumen. ta/bob

"Wenn die Mehrheit der Forster Stadtverordnetenversammlung es will, dann bitte ich sie, mich aus dem Beamtenverhältnis auf Zeit zu entlassen", formuliert der Bürgermeister am Montag in einer Presse-Erklärung. Durch den Antrag der Linkspartei sei "mein Vertrauen in meinen Dienstherren zerrüttet", so Wesemann. Auch nach seiner Genesung sehe er deshalb keine Perspektive für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Philipp Wesemann war im März 2015 als 25-Jähriger von den Forstern mit 60,6 Prozent der Stimmen klar und zum jüngsten Bürgermeister einer Kreisstadt in Deutschland gewählt worden. Nach dem Willen der Linksfraktion, soll das Stadtparlament aufgrund der langen Krankheit entscheiden, ein Abwahlbegehren einzuleiten. Damit sollen die Forster Bürger ihren Rathauschef abwählen, Zur Begründung heißt es, dass die Interessen der Stadt gegenüber dem Land und dem Kreis seither nur mangelhaft wahrgenommen werden.

Die SPD-Fraktion kündigte bereits an, dem Abwahlbegehren nicht zuzustimmen.