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| 02:38 Uhr

Forster Bebel-Denkmal etwas in Vergessenheit geraten

Der Forster Gedenkstein fristet heute ein eher bescheidenes Dasein.
Der Forster Gedenkstein fristet heute ein eher bescheidenes Dasein. FOTO: mgs1
Forst. Nicht nur der Rosengarten feiert seinen 100., am 13. August hat sich auch zum hundertsten Mal der Todestag von August Bebel, einem Mitbegründer der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung, gejährt. 1970 setzten ihm die Forster bereits einen Gedenkstein.

Manfred Geisler erinnert anlässlich des 100. Todestages August Bebels an den einstigen Vorsitzenden der SPD. Der hatte 1869 mit Wilhelm Liebknecht die Sozialdemokratische Arbeiterpartei gegründet und war 1875 maßgeblich am Zusammenschluss dieser mit dem Arbeiterverein zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands beteiligt. 1890 wurde daraus die SPD.

Anlässlich seines 130. Geburtstages wurde 1970 in Forst an seinem Todestag, 13. August, ein Gedenkstein in der August-Bebel-/Ecke Bahnhofstraße enthüllt, der dort auch heute noch seinen Standort hat. Der Stein trägt eine ovale Gedenkplatte mit dem Abbild August Bebels und zusätzlich die Beschriftung "1940* 1913{dagger} August Bebel". Namhafte Vertreter der Stadt Forst nahmen an der Einweihung teil. Im Protokoll zur Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vom 3. März 1971 hieß es in einem Rückblick:

"Besonders lobend möchte ich erwähnen, dass der WB 7 (Anmerkung: WB = Wohnbezirk) in Gemeinschaftsarbeit einen Bebel-Gedenkstein angefertigt und zum Geburtstag August Bebels auf einer gepflegten Grünanlage aufgestellt hat".

Nachdem der Stein aufgrund eines Hinweises aus der Forster Bevölkerung vor zehn Jahren vom Ortsverein der Forster SPD bereits einmal überholt und die Schrift lesbar gemacht wurde, fristet er heute wieder ein bescheidenes, desaströses Dasein.