(aha) Mit einem Kinderfest sind am Freitag knapp 200 Kinder aus Briesnig und Umgebung mit abendlichem Umzug mit der Schalmeienkapelle Cottbus in ein sommerliches Feierwochenende gestartet. Schöne Herbstdekorationen, gefertigt von der Liedertafel Briesnig unter Regie von Susanne Lerke, schmückten das Areal. Der Samstag, an dem das Wetter seine nass-kalte Schulter zeigte, stand jedoch ganz im Zeichen des 100-jährigen Gründungsjubiläums der Freiwilligen Feuerwehr. Nur die Wehren aus Naundorf, Eulo, Mulknitz und Forst sind noch älter. Entsprechend hielt während des Ehrenappells auch Ortswehrführer Jörg Puder einen Rückblick auf die Historie. Gruß- und Dankesworte überbrachten der stellvertretende Kreisbrandmeister Carsten Brudek, Stadtwehrführer Andreas Britze, Robert Buder, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes und als Vertreter der Stadt Verwaltungsvorstand Jens Handreck, der die Rolle der „nördlichsten Forster Ortsteilwehr als Baustein beim Löschen und beim Hochwasserschutz“ heraushob.

Glückwünsche gab es auch von benachbarten Wehren, darunter Vertretungen sämtlicher Forster Ortsteilwehren, Ortsvorsteher Steffen Jahrow, den Briesniger Vereinen, die unter Federführung der Wehr und ihres Fördervereins die Kräfte für das besondere Jubiläum bündelten und den Handdruckspritzenbesatzungen aus Weskow, Kleinkmehlen, Hornow, Tauer, Fehrow, Sellessen und Horno.

Die Vorführungen, bei denen es laut Jörg Puder „nicht um die schnellste Zeit, sondern um die Präsentation der historischen Technik“ ging, eröffneten die Lokalmatadoren von der Briesniger Alters- und Ehrenabteilung mit ihrer ebenfalls 100-jährigen Landspritze. 1050 Mark berappten die Briesniger einst dafür.

Für echte Volksfestatmosphäre sorgten Andreas Bergener und seine Schlossberg-Musikanten, der Berliner Zauberkünstler Axel Hecklau, Stimmungssängerin Angela und der von den Briesniger Frauen selbst gebackene Kuchen. In den Abend gestartet wurde mit Mario Kaulfers alias „Ivan aus der Sowjetunion“ und Travestiestar „Annemarie Finkel“.