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| 15:41 Uhr

Konstituierende Sitzung der Forster Stadtverordneten
Premiere des neuen Parlaments

 Die neue Forster Stadtverordnetenversammlung: Klaus-Dieter Stenzel, Sarah Zimpel, Cornelia Janisch, Judith Tscharn, Ingo Paeschke, Jürgen Rother, Hubertus Kruse, Hermann Kostrewa, Hans-Jörg Auerswald (vorn), Jens-Holger Wußmann, Wolfgang Gäbler, Helge Bayer, Jeff Staudacher, Torsten Schüler, Diana Sonntag, Thomas Engwicht, Robert Richter, Simone Taubenek, Daniela Reuter, Doris Dreßler (vorn), Konstantin Horn, Chris Jaschan, Steffen Röhnisch (vorn), Günter Herzberg, Kai Grund, Bernd Schilensky (vorn), Hans Jürgen Hay (v.l.). Es fehlten Thomas Jaehn und Torsten Renner.
Die neue Forster Stadtverordnetenversammlung: Klaus-Dieter Stenzel, Sarah Zimpel, Cornelia Janisch, Judith Tscharn, Ingo Paeschke, Jürgen Rother, Hubertus Kruse, Hermann Kostrewa, Hans-Jörg Auerswald (vorn), Jens-Holger Wußmann, Wolfgang Gäbler, Helge Bayer, Jeff Staudacher, Torsten Schüler, Diana Sonntag, Thomas Engwicht, Robert Richter, Simone Taubenek, Daniela Reuter, Doris Dreßler (vorn), Konstantin Horn, Chris Jaschan, Steffen Röhnisch (vorn), Günter Herzberg, Kai Grund, Bernd Schilensky (vorn), Hans Jürgen Hay (v.l.). Es fehlten Thomas Jaehn und Torsten Renner. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. Forster Stadtverordnete tagen erstmals mit neuen Machtverhältnissen und neuer Vorsitzender. Von Steffi Ludwig

Für 15 Forster Stadtverordnete und damit den Großteil des Parlaments war am Dienstagabend Premiere – denn sie nahmen erstmals auf ihren Stadtverordneten-Stühlen im Rathaus Platz. Zu den Kommunalwahlen Ende Mai waren 16 Abgeordnete neu gewählt worden, einer davon fehlte am Dienstag. Zwölf dagegen saßen bereits in der vergangenen Legislaturperiode und länger im Parlament, auch hier war am Dienstag einer entschuldigt.

Neu sind auch die Machtverhältnisse: Denn nicht mehr die CDU stellt die stärkste Fraktion, sondern die AfD. Mit acht Abgeordneten ist die Alternative für Deutschland, die von einer Doppelspitze aus Konstantin Horn und Thomas Jaehn geführt wird, vertreten. Zweitstärkste Fraktion ist mit sieben Sitzen „Gemeinsam für Forst“, die sich aus der vierköpfigen Wählergemeinschaft „Gemeinsam für Forst“ sowie den zwei Vertretern der FDP und einem Abgeordneten von Bündnis 90/Grüne zusammensetzt. Vorsitzender ist Thomas Engwicht. Die CDU ist mit fünf Sitzen nur drittstärkste Kraft und wird wieder von Jens-Holger Wußmann geführt. Die SPD (Vorsitzender: Hermann Kostrewa) und die Linke (Vorsitzender: Ingo Paeschke) haben jeweils vier Sitze.

 Daniela Reuter (rechts) ist Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Günter Herzberg ihr Stellvertreter.
Daniela Reuter (rechts) ist Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Günter Herzberg ihr Stellvertreter. FOTO: LR / Steffi Ludwig

Diese neue Zusammensetzung sei der Wählerwille und nun müsse sich zeigen, wie damit die Stadtpolitik gestaltet werde, sagte Jürgen Rother (CDU), der als ältestes Mitglied zunächst die Sitzung führte. Wichtig sei, Form und Respekt zu wahren und keinen wegen seiner Meinung auszugrenzen. Auch die AfD sei an einer guten, fraktionsübergreifenden Zusammenarbeit interessiert, sagte Konstantin Horn. Thomas Engwicht bedankte sich bei den Wählern für das Vertrauen und hofft ebenfalls auf eine Zusammenarbeit mit allen Fraktionen. Jens-Holger Wußmann wünscht sich, dass sich die guten Ideen aus dem Wahlkampf auch in der Arbeit wiederfinden werden. Ingo Paeschke dankte den weniger werdenden Wählern seiner Partei, die Linken hätten nun eine Rolle als eher kleine Fraktion und wollen kritische Opposition sein wie bisher.

Zwei Wahlgänge waren nötig, um den neuen Stadtverordnetenvorsitz zu bestimmen. Vorgeschlagen hatte jede der fünf Fraktionen einen Kandidaten, aber weder Günter Herzberg (AfD, sechs Stimmen), Daniela Reuter (Gemeinsam für Forst, sieben), Hermann Kostrewa (SPD, vier), Helge Bayer (CDU, sechs) noch Ingo Paeschke (Linke, vier) erhielten auf Anhieb genügend Stimmen. Im zweiten Wahlgang bekam Daniela Reuter 19 Stimmen vor Helge Bayer (fünf) und Günter Herzberg (drei), sodass die 48-jährige Juristin, die in Briesnig wohnt und bei der Knappschaft Bahn-See arbeitet, nun neue Vorsitzende ist.

Als erster Stellvertreter wurde Günter Herzberg – der fast 30 Jahre in der CDU war und nun parteilos in der AfD-Fraktion mitwirkt – mit 19 Ja-Stimmen zu sieben Nein-Stimmen und einer Enthaltung gewählt, einen anderen Vorschlag gab es nicht. Zudem entschieden sich die Abgeordneten gegen einen zweiten Stellvertreter.

In der fast dreieinhalbstündigen Sitzung wurde weiterhin unter anderem über die Zusammensetzung der Ausschüsse diskutiert.