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| 01:38 Uhr

Forst und Cottbus an Kulturland interessiert

Forst.. Im kommenden Jahr jährt sich die friedliche Revolution oder Wende zum 20. Mal. Bei der Vorstellung ihres Buches über kirchliche Opposition in Forst warf die Autorin Dr. Maria Nooke die Frage auf, inwiefern sich Kommunen und Schulen in der Region mit dem Thema befassen.

Eine nicht repräsentative Umfrage zeigt erste Ansätze.
Gescheitert scheint der Vorstoß der beiden FDP-Bürgermeister aus den Partnerstädten Forst und Wermelskirchen, Jürgen Goldschmidt und Eric Weik. Sie wollten Schulen aus ihren Städten für ein gemeinsames Projekt begeistern. Doch der Forster Oberschulleiter Peter Bode winkte gestern ab: Es werde kein gemeinsames Projekt geben, da aus Wermelskirchen kein Signal gekommen sei. Eine Beschäftigung mit dem Thema im Unterricht sei vorgesehen, ein Projekt denkbar. Am kreislichen Gymnasium in Forst sei das Thema angesprochen worden, so Schulleiter Thomas Röger. Ein konkretes Projekt gebe es noch nicht. Überlegungen gibt es nach Angaben von Verwaltungsvorstand Sven Zuber in der Stadtverwaltung Forst, sich um Kulturland-Brandenburg-Förderung zum Thema Demokratie und Demokratiebewegung zu bewerben. „Schön wäre es, wenn unser Zeitzeugenprojekt fortgesetzt werden könnte“ , so Zuber. Im zurückliegenden Jahr fand mit einer geförderten Stelle eine Zeitzeugenbefragung zu Kriegs- und Nachkriegszeit in Forst statt. Die Antragsfrist für Kulturland-Projekte endet am kommenden Freitag.
Fürs Kulturland will sich auch Cottbus bewerben. „Wir planen im kommenden Jahr eine Ausstellung, die sich mit der Jugend und Musikkultur der 80er-Jahre beschäftigt“ , sagt Steffen Krestin, Direktor des Cottbuser Stadtmuseums. Damit soll nicht nur auf die Wendewochen oder auf einen bestimmten Tag im Jahr 1989 hingewiesen, sondern den Weg, der zu diesem Ereignis geführt hatte, umfassender beleuchtet werden. Im Cottbuser Heimatkalender sollen Krestin zufolge umwelt- und kirchenbezogene Diskussionsbeiträge aus den 70er- und 80er- Jahren veröffentlicht werden. „Uns ist wichtig, dass wir die unterschiedlichen Formen zeigen, die zur Wende geführt haben.“ In der Cottbuser Stadtverwaltung wird darüber nachgedacht, den „Runden Tisch“ für einen Tag wieder aufleben zu lassen. „Vor zehn Jahren hatte sich der Runde Tisch des Bezirkes Cottbus zehn Jahre nach seiner Gründung noch einmal getroffen“ , erinnert der Cottbuser Stadt-Sprecher Peter Lewandrowski an ein vergleichbar symbolisches Projekt.
Ob sich die Kreisvolkshochschule Spree-Neiße an einem Projekt des Deutschen Volkshochschulverbandes beteiligt, ließ eine Sprecherin des Landkreises noch offen. Die Planungen für 2009 begännen erst in diesem Herbst, hieß es gestern auf Anfrage im Landratsamt.
Bislang gibt es in Spremberg noch keine konkreten Pläne, wie Stadtsprecher Alexander Adam mitteilt. „Es sind noch anderthalb Jahre Zeit, denn in Spremberg waren die ersten Demonstrationen im Oktober“ , sagt er. Noch habe sich die Stadt zu diesem Thema keine Gedanken gemacht.
In der Stadt Guben gibt derzeit noch keine Pläne, ob und wie das Jubiläum begangen werden soll. Das sagte Pressesprecherin Gudrun Wendler auf Nachfrage. Wenn, dann werde nach derzeitigem Stand kurzfristig etwas organisiert. (js/mic/pk/te)
Mehr zu einigen Projekten und Fördermöglichkeiten im Internet unter
kulturland-brandenburg.de
dvv-vhs.de
stiftung-aufarbeitung.de