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| 18:03 Uhr

Rosenstadt-Experiment startet am 7. September
Steamrose-Zeitreisefestival in Forst wirft seine Schatten voraus

 Der Steamrose-Stand bei den Rosengartenfesttagen wurde oft dicht umlagert. Auch Stadtteilmanagerin Kathleen Hubrich (rechts) mit ihrer Tochter sowie Familie Gutzeit aus Spremberg machten mit Kostümen und T-Shirts auf das Festival aufmerksam.
Der Steamrose-Stand bei den Rosengartenfesttagen wurde oft dicht umlagert. Auch Stadtteilmanagerin Kathleen Hubrich (rechts) mit ihrer Tochter sowie Familie Gutzeit aus Spremberg machten mit Kostümen und T-Shirts auf das Festival aufmerksam. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. Immer mehr Interessierte beteiligen sich an Vorbereitung des Festivals am 7. September. Die Vorfreude ist groß, aber auch ein Schuss Ungewissheit lässt die Spannung steigen. Wie wird es ankommen? Die Rosenstadt ist auf jeden Fall auf Tausende Besucher eingestellt. Von Steffi Ludwig

Nur noch knapp zwei Monate sind es bis zu dem großen Forster Experiment, das sich Zeitreisefestival Steamrose nennt. Die Vorbereitungen laufen vielerorts auf Hochtouren, gepaart mit viel Vorfreude und einem Schuss Ungewissheit. Denn keiner weiß, wie viele Besucher sich am 7. September auf den Weg in die Rosenstadt machen werden. Die Stadt hat sich auf rund 4000 Besucher eingependelt, um ein Sicherheitskonzept zu erstellen und die nötige Infrastruktur zu planen, teilt Stefan Palm, Werkleiter des Eigenbetriebes Kultur, Tourismus, Marketing mit. Denn irgend eine Zahl musste angenommen werden, um Dinge wie Versorgung oder Toiletten zu planen. Dazu gibt es regelmäßig Abstimmungsrunden mit der veranstaltenden Familie Ruhbach von der Feuershowgruppe Ravenchild, dem Eigenbetrieb, Mitarbeitern der Stadt und Stadtteilmanagerin Kathleen Hubrich.

Zudem findet genau am 7. September in der Forster Stadtkirche St. Nikolai ein großes deutsch-polnisches Begegnungstreffen des Sprengels Görlitz der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und der Diözese Breslau statt – mit auch rund 500 Teilnehmern. Doch dies stehe seit vergangenem Jahr fest und werde in die Steamrose-Planungen einbezogen, so Pfarrer Christoph Lange. Zum Zeitpunkt der Bischofskonferenz seien nach Veranstalterangaben beispielsweise eher ruhigere Programmteile auf der Hauptbühne geplant. Das Steamrose-Festival sei zudem eher Richtung Platanenhain angesiedelt, während der Marktplatz direkt an der Kirche für die kirchliche Veranstaltung vorbehalten sei.

Veranstalter Dirk Ruhbach ist unterdessen relativ entspannt. Wie er auf dem Steamrose-Stand bei den Rosengartenfesttagen sagte, sei das meiste vorbereitet. Pünktlich zu den Festtagen waren zudem die Steamrose-T-Shirts fertig geworden, die mit Begeisterung gekauft wurden. Viele Interessenten umlagerten den Stand und nahmen stapelweise Flyer mit, auch die auf Polnisch. „Wir haben hier und auch bei der Steamrose-Ausstellung mit vielen Leuten gesprochen, die sich Gedanken über das Festival machen“, berichtet Kathleen Hubrich. Entweder darüber, wie sie Steampunk-gerechte Kleidung herstellen können oder welche positive Außenwirkung das Festival für Forst haben könnte – vielleicht sogar auf Investoren oder Sanierer der Industrieruinen.

Und der Kreis derer, die sich aktiv an den Vorbereitungen beteiligen, werde zudem immer größer. Seit einiger Zeit gebe es einen Steamrose-Chat beim Mitteilungsdienst Whatsapp, bei dem mehr als 20 Mitglieder dabei sind. Darunter ist auch Familie Gutzeit aus Spremberg, die bei der Standbetreuung zu den Rosengartenfesttagen mitwirkte. „Diese Idee, die von den Feuerakrobaten Ravenchild um Chris und Dirk Ruhbach aus Kathlow stammt, ist einzigartig hier und inzwischen zu einer Bewegung geworden, der man sich nicht mehr entziehen kann“, sagt die Familie. „Wir Spremberger wünschen den Forstern weiterhin noch ganz viel Neugier und Vorfreude auf ein ganz besonderes Event in einer eher schnelllebigen Zeit, dazu drehen wir die Uhren gern mit zurück und würden uns freuen, wenn diese Welle auch in die Spremberger Region schwappt.“ Auch aus ganz Deutschland und darüber hinaus gibt es Interessensbekundungen, zum Festival zu kommen. Einer der Höhepunkte wird eine echte Steampunk-Hochzeit unter den Platanen sein, so Hubrich.

Am 19. Juli sei in Cottbus die historische Straßenbahn gebucht worden, um Werbung für das Festival zu machen. Auch der Forster Gewerbeverein unterstützt das Pogramm. Mitglieder haben zudem Steampunk-Utensilien in ihre Schaufenster gestellt. Am 15. Juli öffnet im Kreishaus Forst die Fotoausstellung „Steampunk meets Dampfross“.

 Der Steamrose-Stand bei den Rosengartenfesttagen wurde oft dicht umlagert. Auch Stadtteilmanagerin Kathleen Hubrich (4.v.r.) mit ihrer Tochter sowie Familie Gutzeit aus Spremberg (l.) machten mit Kostümen und T-Shirts auf das Festival aufmerksam.
Der Steamrose-Stand bei den Rosengartenfesttagen wurde oft dicht umlagert. Auch Stadtteilmanagerin Kathleen Hubrich (4.v.r.) mit ihrer Tochter sowie Familie Gutzeit aus Spremberg (l.) machten mit Kostümen und T-Shirts auf das Festival aufmerksam. FOTO: LR / Steffi Ludwig