ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:35 Uhr

Forst soll sich erneut zum Siedlungsgebiet äußern

Laut Stellungnahme gehört Forst nicht zum sorbisch/wendischen Siedlungsgebiet.
Laut Stellungnahme gehört Forst nicht zum sorbisch/wendischen Siedlungsgebiet. FOTO: dpa
Forst. Eigentlich war das Thema nahezu abgehakt – Forst gehört nicht zum Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden hatten die Stadtverordneten bereits vor Wochen entschieden und damit eine langwierige Diskussion beendet. Mittlerweile aber hat der Rat der Sorben/Wenden eigenständig beim Kulturministerium Brandenburgs den Antrag zur Aufnahme Forsts ins Siedlungsgebiet gestellt. Daniel Schauff

Anfang Juni bereits hat das Ministerium die Stadt Forst aufgefordert, eine Stellungnahme zu übermitteln.

In der nächsten Stadtverordnetenversammlung am Freitag (14 Uhr im Feuerwehrgerätehaus) beschäftigen sich die Stadtverordneten nun mit dieser Stellungnahme. Aus dieser geht hervor, dass es im Stadtgebiet Forst keinen hinreichenden Nachweis für eine kontinuierliche sprachliche oder kulturelle sorbische Tradition bis zur Gegenwart gebe. Eine Ausnahme bilde der Stadtteil Horno, wie bereits die Stadtverordneten im Mai außer Frage gestellt hatten. Eine Charakterisierung der Stadt Forst als Teil des Siedlungsgebietes sei demnach unpassend, heißt es in der Erklärung weiter.

Neben Horno, so informiert die Verwaltung weiter, unterstütze auch Naundorf die Aufnahme der Stadt ins Siedlungsgebiet. Der überwiegende Teil der Ortsbeiräte jedoch teilte die Meinung der Mehrheit der Stadtverordneten, Forst gehöre nicht ins Siedlungsgebiet.

Zeit für die Stellungsnahme bleibt bis zum 4. Oktober.