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| 02:36 Uhr

Forst setzt auf Elektro-Strategie

Lausitz-Klinik-Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt (r.) probiert mit von Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Gäbler das Elektro-Tanken aus.
Lausitz-Klinik-Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt (r.) probiert mit von Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Gäbler das Elektro-Tanken aus. FOTO: slu
Forst/Spree-Neiße. Vorerst sind die zwei neuen Ladestationen nur für den Fuhrpark der Lausitz Klinik gedacht. Und obwohl dieser momentan nur aus einem Elektro-Smart besteht und bald auf zwei erweitert werden soll, ist für Hans-Ulrich Schmidt, Geschäftsführer der Lausitz Klinik, klar: "Das ist ein Anfang, eine gute Investition in die Umweltfreundlichkeit. Steffi Ludwig, Silke Halpick und René Wappler

" Beim DAK-Firmenlauf im September habe er Wolfgang Gäbler, Geschäftsführer der Forster Stadtwerke, darauf angesprochen - und bereits im Dezember wurden die zwei Ladestationen für Elektroautos an der Lausitz Klinik in der Robert-Koch-Straße und auf dem Gelände der zur Lausitz Klinik gehörenden "Villa Neiße" eröffnet. "Wir hatten uns mit E-Mobilität bereits beschäftigt, sie ist ja im Wachsen und Werden", so Wolfgang Gäbler.

Die Stadtwerke betreiben nun die Ladesäulen. Eine Leistung mit jeweils zwei mal 22 Kilowattstunden stehe zur Verfügung. In einer Stunde können somit 22 Kilowattstunden geladen werden, die beim Smart eine Reichweite von etwa 170 Kilometern ermöglichen. "Das Auto wird von unseren Mitarbeitern für Stadtfahrten gern genutzt", so Schmidt.

Eine öffentliche Ladestation in Forst soll Mitte Mai auf dem umgestalteten Lindenplatz aufgestellt werden, eine weitere ist am Rosengarten geplant.

Das Projekt E-SolCar der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus sei für die Region die Initialzündung gewesen, sagt Norman Müller, Geschäftsführer der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH. Ladestationen wurden aufgestellt - beispielsweise auf dem Gelände des Kraftwerks Schwarze Pumpe, neue kommen derzeit durch private Betreiber hinzu. Auch wenn unter anderem die Frage der Förderung schwierig sei, schreite doch die Technik immer weiter voran, Reichweiten werden erhöht. "Wir stehen als Region nicht schlecht da", so Müller.

In Guben gibt es noch keine Elektro-Tankstelle. Doch die Energieversorgung Guben (EVG) plant eine Tankstelle für Elektroautos am Gubener Rathaus und eine E-Ladestation für Fahrräder an der Touristinformation. Beide Projekte sollen noch dieses Jahr realisiert werden, die Gespräche laufen, wie EVG-Geschäftsführer Fred Mahro informiert. Auf die Freigabe von Fördermitteln werde noch gewartet. Seit April 2016 gebe es eine Tankstation für E-Bikes am Wasserkraftwerk in Grießen.

In Spremberg soll eine öffentliche Elektro-Tankstelle noch im ersten Halbjahr 2017 entstehen. Momentan gibt es hier nur eine Anlage als Pilotprojekt auf dem Gelände der Städtischen Werke - und genau wie in Forst und Cottbus im Nissan-Autohaus Genge.

In Spree-Neiße sind 36 Elektroautos zugelassen, in Cottbus 27.