Die Stadtverordneten taten sich schwer damit, eine entsprechende Änderung in der Satzung der Stadt zu beschließen.
Quer durch die Fraktionen gab es Unmut über den Zwang des Landesarchivs zu einer Änderung des Wappens. Am Ende stimmten 13 Forster Abgeordnete der Änderung zu, zehn stimmten dagegen und drei enthielten sich der Stimme. Offizielle Urkunden wie beispielsweise Ausweise werden ab Anfang nächsten Jahres im Forster Rathaus mit einem neuen Siegel gestempelt.
„Aus Rücksicht auf die Rechtssicherheit der Bürger müssen wir zustimmen“ , hatte Christian Otto (Die Linke. PDS) zuvor gemahnt. Er bezeichnete es auch als einen Akt der Demokratie, wenn anschließend von der Stadt das Klageverfahren eingeleitet würde, so wie dies Hauptamtsleiter Sven Zuber vorgeschlagen hatte.
Der Stadtbedienstete Zuber hatte in der Sitzung kurz die Historie des Wappens, so wie dies zuletzt verwendet worden war, erläutert: Bereits 1924 war dies vom Magistrat zum Stadtwappen erklärt worden, als Vorbild hatte ein altes Siegel aus dem Jahre 1595 gedient. Das Wappen ist damit vom Herrschergeschlecht der Bibersteiner abgeleitet, die von 1380 bis 1667 Herrscher der Stadt waren. Zu DDR-Zeiten von 1953 bis 1991 hatte Forst kein offizielles Wappen.
Nach der Wende hatte das Brandenburgische Innenministerium nichts gegen das Wappen. Das Landesarchiv empfahl allerdings schon damals, lediglich das Schild mit der vierendigen Hirschstange als Stadtwappen zu verwenden, also das kleinteilige Oberwappen wegzulassen. In einem Schreiben an die Stadtverwaltung bestand das Landesarchiv nun Ende September diesen Jahres ultimativ auf dieser Variante.
Mit dem Beschluss der Stadtverordneten wird das einfache Wappen als offizielles Zeichen verwendet. „Das schließt nicht ganz aus, das bei repräsentativen Anlässen das alte Wappen verwendet werden kann“ , so Sven Zuber. Ob der Klageweg beschritten werden soll, ließen die Stadtverordneten offen.