Die Website der Stadt Forst verzeichnete im Jahr 2018 rund 11,5 Millionen Zugriffe bei etwa 880 000 Besuchen die durch insgesamt rund 220 000 unterschiedliche Besucher erfolgten. Damit ist www.forst-lausitz.de eine der wichtigsten Informationsquellen zur Stadt Forst, mit einer Reichweite weit über die eigenen Bürger hinaus. Allerdings ist diese 2001 eingeführte Website inzwischen 18 Jahre alt.

Komplett neuer Auftritt

Deshalb soll am 1. Mai 2020 ein komplett neuer Auftritt online gehen. Das Konzept dafür ist in den laufenden Stadtmarketing-Prozess integriert und wurde diese Woche im Rathaus öffentlich vorgestellt.

„Ein Problem ist, dass sich im Laufe der Zeit noch mehr Webseiten angesammelt haben“, erklärt Sven Zuber, Verwaltungsvorstand Service der Stadt. So gibt es separate Websiten zum Rosengarten, zum Archiv der Verschwundenen Orte, zum „Blaulichttag“ für Verkehrssicherheit und so weiter.

Flyer auf Polnisch besonders gefragt

Mit dem neuen Auftritt werden die Themen dieser Websites weitgehend in die städtische Website integriert. Nur der Rosengarten und das Textilmuseum sollen eigene Auftritte behalten. Auch setzt der neue Auftritt auf mehrsprachige Angebote. „Das 2018 mit 4504 Aufrufen am häufigsten nachgefragte pdf-Dokument war der polnische Flyer für das Freibad“, erläutert Sven Zuber den Bedarf.

Kommentar zur neuen Forster Webseite Die neue Visitenkarte

Forst

Im Oktober gab es eine Online-Umfrage zu Verbesserungsvorschlägen der Website. Die Rückmeldungen darauf sind mit in das Konzept eingeflossen. So wurden z. B. eine bessere Suchfunktion, optimierte Ansichten für mobile Endgeräte, touristische Angebote, eine benutzerfreundliche Gliederung und ein umfassender Veranstaltungskalender gewünscht.

Leichtere Navigation für Nutzer

Bürgermeisterin Simone Taubenek unterstrich, dass mit dem neuen Auftritt die Nutzer leichter ihre relevanten Themen finden sollen. So wird es vier übergeordnete Rubriken – Erleben, Wirtschaft, Tourismus, Stadt & Verwaltung – geben, die farblich deutlich voneinander abgesetzt sind.

Grundsätzlich wird der neue Auftritt über eine bessere Navigation, mehr Bilder und neue Farben verfügen. Aber unabhängig vom Layout soll er umfangreiche Funktionalitäten bieten. Dazu gehören mehr Flexibilität bei der Anpassung von Inhalten und Formularen, die Verbindung mit geographischen Informationssystemen oder die enge Einbindung von Social-Media-Kanälen. Die Seite wird barrierearm gestaltet, beispielsweise über die Einstellung von Kontrasten und Schriftgrößen. Angedacht ist eine Sprachausgabe-Funktion, damit Sehbehinderte – aber auch die durchaus relevante Gruppe der funktionalen Analphabeten – Zugang zu den Informationen der Stadt erhalten.

Ab 2022 öffentliche Dienstleistungen online abwickeln

Eine wichtige neue Funktionalität der neuen Website muss sich dann 2022 – zwei Jahre nach dem geplanten Einführungstermin – beweisen. Bis 2022 müssen laut Onlinezugangsgesetz rund 2400 öffentliche Dienstleistungen von Bund, Land und Kommunen – vom Bafög-Antrag bis zur Anmeldung eines Hundes – online abgewickelt werden können. Für einen Großteil dieser Prozesse ist zwar der Bund zuständig, aber es betrifft auch mehrere Hundert kommunale Dienstleistungen. „Die Registrierung dafür muss dann über das Portal der Stadt Forst funktionieren. Die Schnittstelle wird jetzt schon mit programmiert“, so Sven Zuber.

Zustimmung für Konzept

Das neue Konzept stieß beim Publikum auf große Zustimmung, mit Fragen zu Details. So zur Möglichkeit, Eintrittskarten für städtische Einrichtungen wie dem Freibad online zu bezahlen. Das könnte es, so die Antwort, langfristig durchaus geben. Schon weil ein Bezahlsystem etabliert werden muss, um die fällige Gebühren bei online-Dienstleistungen der Stadt erheben zu können.

„Im Moment liegen wir gut im Zeitplan“, erklärt Sven Zuber. Der nächste Schritt ist die Programmierung der Templates durch die beauftragte Cottbuser Agentur Lohmann und Robinski.