ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:40 Uhr

Forst legt Berufung gegen Denkmalschutz-Urteil ein

Alte Stadtbahngleise in der Heinrich-Werner-Straße.
Alte Stadtbahngleise in der Heinrich-Werner-Straße. FOTO: Worlitz
Forst. Die Stadt Forst will gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Cottbus, die Schienenreste der „Schwarzen Jule“ weiterhin unter Denkmalschutz zu stellen, Berufung einlegen. Zu dem Entschluss sei die Stadtverwaltung am gestrigen Dienstag nach einer Beratungsrunde gekommen, sagte Angelika Geisler vom Fachbereich Stadtentwicklung auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Weitere Details nannte sie nicht. Ulrike Worlitz

Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts war am Dienstag vergangener Woche gefallen. Die Stadtbahngleise wurden als denkmalwürdig befunden. Die genaue Urteilsbegründung werde veröffentlicht, sobald alle Beteiligten benachrichtigt wurden, sagte Gerichtssprecher Matthias Vogt. Das werde noch ein paar Tage in Anspruch nehmen.

Die streckenweise hoch stehenden Schienen sind noch im gesamten Stadtgebiet anzufinden. Die „Schwarze Jule“ transportierte bis 1965 mehr als 60 Jahre lang Kohlen und andere Waren von Fabrik zu Fabrik. Die Denkmalschutzbehörde hatte die Gleisfragmente vor drei Jahren unter Schutz gestellt. Die Stadtverwaltung reichte im Jahr 2008 Klage ein, nachdem die Behörde einen Kompromissvorschlag zum Umgang mit den Anlagen abgelehnt hatte. Als Gründe für den Einspruch wurden Probleme bei Straßenbauarbeiten genannt, auch Radfahrer ärgern sich über die Schienen (die RUNDSCHAU berichtete).