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Forst lädt zum Anradeln mit Turmbesteigung ein

Forst. Das Anradeln im April ist ein beliebter Termin in Forst. Passend zum Jubiläumsjahr setzt der Polizeisportverein 1893 Forst (PSV) mit Unterstützung von Diana Loichen, Leiterin der Arbeitsgruppe für den Themenmonat Mai "Industriekultur und Sport" besondere Aktzente: Die Teilnehmer sind eingeladen, entlang der Strecke zwei Industriekulturstandorte zu besuchen. red/B.M.

Das sind die Feuerwehr Forst Mitte in der Hochstraße und der Forster Wasserturm, teilt Karin Menzel mit.

Pünktlich um 14 Uhr eröffnet der PSV am Sonntag, 26. April, im Rad- und Reitstadion am Eingang An der Rennbahn 1 die Radelsaison 2015. Das ist zugleich der Auftakt für den Themenmonat Mai "Industriekultur und Sport" im 750. Jubiläumsjahr von Forst.

Mitradeln kann jeder, der Lust hat mit Gleichgesinnten in die Pedale zu treten. Anmeldungen sind nicht erforderlich. Zur Auswahl stehen wie immer eine Strecke mit circa neun Kilometern Länge und eine 24-Kilometer-Tour. Die kürzere Route führt durch das Stadtgebiet, die längere erstreckt sich über Groß Jamno, Gosda I, Mulknitz und Sacro und führt über den Neißedamm zurück. Start und Ziel ist in jedem Fall das Rad- und Reitstadion. Auf beiden Routen sind zwei Stopps mit Einblicken in die Forster Industriekultur vorgesehen:

Der erste Stopp ist an der Feuerwehr Mitte. "Hier erwartet die Teilnehmer eine Ausstellung zu sehr unterschiedlichen Perspektiven auf die Industriekultur in Forst. Die Forster Malfreunde überraschen mit interessanten Fotoansichten, Collagen und Gemälden. Der Forster Fotograf Helmuth P. Fleischhauer, Gestalter der Internetseite "kulturwege in forst", präsentiert fotografische Ansichten auf kulturelle Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die letzte noch erhaltene Lok der historischen Stadteisenbahn, die "Schwarze Jule" ist zu besichtigen", kündigt Karin Menzel an.

Ein historisches Feuerlöschgerät und Bilder einstmaliger Brände in Forster Textilbetrieben machen die Ausstellung zu einem geschichtsträchtigen Ereignis. Musikalisch begleitet wird der Tag vom Cottbuser Saxofonisten Lutz Spinde.

Der zweite Stopp führt zum Forster Wasserturm. Der öffnet seine Türen mit der Ausstellung "Fadenbruch - Bilder zur Erinnerung aus den VEB Forster Tuchfabriken" aus dem Jahr 2000, die sich im Brandenburgischen Textilmuseum Forst und an den Fabrikfassaden in der Stadt großer Beliebtheit erfreute. "Dies ist ein Grund, die Bilder nochmals aufleben und die Besucher in Erinnerungen schwelgen zu lassen", so Menzel. Es gibt auch Wissenswertes zur Geschichte der Wasser- und Gasversorgung zu erfahren. Außerdem bietet sich die seltene Gelegenheit, bei einer Führung durch den Wasserturm dabei zu sein.