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| 17:44 Uhr

Baustellen
Forst ist Baustellenhauptstadt

FOTO: LR
Forst. Voll gesperrt ist am Wochenende der Berliner Platz. Die Skurumer Straße ist ab Montag zu. Von Katrin Kunipatz

Die Rosenstadt Forst verwandelt sich in diesem Sommer in die Baustellenhauptstadt. Vier Hauptverkehrsstraßen sind ganz oder teilweise gesperrt. Selbst wenn Ende des Monats eine Baustelle verschwindet, kommen zwei Vollsperrungen dazu. Und so fragt sich Reik Kasper, Leiter der Kartoffelproduktion bei der Agrargenossenschaft Forst, wie er mit Traktor und Anhänger von den Kartoffelfeldern in Keune bis zum Kartoffellager nach Noßdorf kommen soll.

Damit Sie Ihre Route durch die Stadt planen können, stellt die RUNDSCHAU hier die wichtigsten Fakten zu den aktuellen Baustellen zusammen.

Nummer 1
B112 – Berliner / Cottbuser Straße

Ab Donnerstag, 26. Juli, 14 Uhr, wird die bisher halbseitig befahrbare Berliner Straße voll gesperrt, teilt Frank Przychodzki. technischer Leiter des Eigenbetriebs Abwasserbeseitigung, mit. Bis Sonntag oder spätestens Montagmorgen kommt die erste Asphaltschicht. Danach ist die Kreuzung zweispurig befahrbar und Forst hat ein Nadelöhr weniger. Jedoch muss der Bereich noch einmal für vier Tage gesperrt werden, wenn die Deckschicht aufgebracht wird. Zuvor müssen aber die Bauarbeiten auf der Cottbuser Straße beendet sein, die in der kommenden Woche fortgesetzt werden. Hier erneuert der städtische Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung die Abwasserleitung einschließlich der Hausanschlüsse. Ziel für die Fertigstellung des gesamten Abschnitts ist Dezember dieses Jahres.

Nummer 2
Gubener Straße / Pestalozziplatz / Hochstraße

Seit Anfang Juli konnten Autos über die fertiggestellte Hochstraße rollen. Seit dieser Woche ist der Bereich wieder gesperrt. Wie Frank Przychodzki erläutert, werde im Bereich der Grünanlagen auf dem Pestalozziplatz voraussichtlich bis Ende Juli ein Regenwasserkanal erneuert. Die provisorische Zufahrt zur Gymnasialstraße wird über einen Teil der Hochstraße und die Pflasterfläche des Pestalozziplatzes gewährleistet. Ziel sei es, betont Bauverwaltungsvorstand Heike Korittke immer wieder, bis November dieses Jahres die Bauarbeiten an der Gubener Straße und dem Pestalozziplatz abzuschließen. Straße, Schmutz- und Regenwasserkanäle werden hier erneuert.

Nummer 3
Triebeler Straße / Luisenweg (3)

Eine Ampel regelt im Moment wechselseitig die Durchfahrt auf der Triebeler Straße. Die Bauarbeiten an der Schmutzwasserleitung liegen nach Angaben des technischen Werkleiters im Plan. Voraussichtlich Ende September sollen diese Arbeiten beendet sein. Zeitgleich starten am Montag kommender Woche Bauarbeiten an der Abwasserleitung im Luisenweg. Hier soll bis zum Jahresende ebenfalls die Straße erneuert werden.

Nummer 4
Kreisstraße 7109 – Domsdorfer / Muskauer und Skurumer Straße

Bei dieser Baustelle gibt es Verzug, bestätigt Frank Kuckert, Sachgebietsleiter der Unteren Straßenbaubehörde. Der Landkreis koordiniert diese Baumaßnahme an der auch die Stadt Forst, die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg und der Eigenbetrieb Abwasser beteiligt sind. Grund für die Verzögerung sei beispielsweise eine Gasleitung, die über die gesamte Strecke tiefer verlegt werden musste. Aus den Unterlagen sei dies nicht ersichtlich gewesen. Ein Problem, dass auch bei anderen Straßenerneuerungen, beispielsweise Am Hirschsprung (6), im Stadtteil Mexiko auftrat.

Nummer 5
Spremberger Straße

Ungeplant musste in den vergangenen Wochen, weil eine Trinkwasserleitung erneuert werden muss. Wolfgang Gäbler, Geschäftsführer der Stadtwerke Forst, zeigt sich zuversichtlich, dass bis zum Wochenende die Straßendecke wieder geschlossen ist. Die Arbeiten seien planmäßig verlaufen.

Die Vielzahl der Baustellen und Vollsperrungen mache im Moment die Verkehrslenkung in Forst schwierig, so Andreas Pfister, Sachbearbeiter Verkehrssicherung/-lenkung. Er weiß auch um die Grenzen der Beschilderung. Da Lkw-Fahrer anderen Brummifahrern folgen, sei eine Unterscheidung zwischen Durchgangs- und Lieferverkehr schwierig. Jeder Ortskundige sucht sich seinen eigenen Weg.

Reik Kasper von der Forster Agrargesellschaft wird vorerst den kürzesten Weg von Keune wählen und die Kartoffeln über die Märkische Straße nach Noßdorf fahren. Beim Weg über die Kreisverkehre bräuchte er ein zusätzliches Fahrzeug.