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| 15:26 Uhr

Bürgermeisterwahl
Forst ist attraktiv, aber es geht noch besser

Bürgermeisterwahl 4c
Bürgermeisterwahl 4c FOTO: Janetzko, Katrin / LR
Forst. Einige Kandidaten sehen Potenzial bei der Sicherheitssituation, Wohnen im Alter und der Wirtschaft. Von Katrin Kunipatz

Zwischen fünf Kandidaten wählen die Forster am Sonntag ihren neuen Bürgermeister aus. Die RUNDSCHAU fragte die Frau und die vier Männer: Wie kann Forst als Wohnort attraktiver werden für Familien, Senioren und Jugendliche?

Thomas Engwicht (parteilos) hält Forst vor allem bei Natur, Kinderbetreuung und Grundschulen sowie Grundstücks- und Mietpreisen bereits für einen attraktiven Wohnort. Steigern könne man die Attraktivität mit einer Verbesserung der Sicherheitssituation, neuen Angeboten für generationengerechtes Wohnen, besseren Verkehrsanbindungen für Pendler und einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation. Weiterhin schwebt ihm ein Begrüßungsgeld vor.

Ähnlich sieht es auch Ingo Paeschke (Die Linke). Forst brauche eine gute Verkehrsanbindung für Berufstätige und Studenten der BTU Cottbus. Schulen müssen in Forst erhalten bleiben. Ältere Menschen seien auf medizinische Versorgung und ein gut organisiertes Netz für die Pflege im Alter angewiesen. Nur so könnten sie bis ins hohe Alter im gewünschten Wohnumfeld bleiben.

„Forst ist als Wohn- und Lebensort sehr lukrativ“, sagt Simone Taubenek (parteilos). Wenn es einige nicht wissen, müsse man es mit einer Marketingkampagne bekannt machen. Hervorzuheben seien Grundstücks- und Mietpreise, Betreuungsmöglichkeiten für die Kleinen, verschiedene Schulformen, das vielfältige Vereinsleben, kulturelle Angebote sowie die Nähe zum Spreewald, Berlin, Dresden und Polen. „Besser geht immer“, sagt sie.

Für Aimo Bartel (parteilos) sind Stagnation, Perspektivlosigkeit und fehlende Ideen die Grundübel. Allein attraktiver Wohnraum reiche nicht aus, es brauche auch attraktive Arbeitsplätze in Forst oder in der Nähe, die mit Bus und Bahn erreichbar wären. Helfen könnte aus Sicht Bartels ein entsprechendes Zuzugsprogramm mit wirtschaftlichem Aufschwung, das Kultur und Freizeit einschließt, so Bartel.

Helge Bayer (CDU) will Wohnattraktivität wieder in die Innenstadt bringen. Eine gesunde Einkaufsinfrastruktur sei ihm wichtig. Der Bereich des Einkaufsmarkts Ecke Berliner, August-Bebel-Straße sei aufgrund seiner Nähe zum Bahnhof gut weiterentwickelbar. Es fehlen Spielplätze in der Innenstadt, so Bayer. Und dem Zusammenspiel altersunterschiedlicher Interessen – Barrierefreiheit und jugendliche Freizeitwünsche – müsse mehr Beachtung geschenkt werden.

Auf der RUNDSCHAU-Internetseite www.lr-online.de können Sie die vollständigen Antworten aller Kandidaten nachlesen.