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| 02:37 Uhr

Forst hilft Döbern beim Stadtumbau

Forst. Die Stadt Forst will Döbern bei der Erarbeitung einer Stadtumbaustrategie unterstützen. Das soll der Nachbarkommune helfen, notwendige Fördermittel für den Stadtumbau abzufassen. jas

Im Klartext heißt das: Auch Döbern muss der demografischen Entwicklung Rechnung tragen und Wohnungen abreißen.

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Insek) legt die Entwicklung des Stadtkerns in den kommenden Jahren für Forst fest. Dieses umfangreiche Werk wird nun bei Zustimmung der Forster Stadtverordneten um einige Seiten reicher, wie Bauamtsleiterin Heike Baerwald erläutert. Denn die Planungen für die Stadtentwicklung von Döbern sollen dem Forster Insek angehangen werden. Damit läge die Stadtumbaustrategie für Döbern vor. Die Stadt könnte dann Fördermittel für den Stadtumbau beantragen.

Entsprechende Planungen sind laut Heike Baerwald mit dem Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV) abgestimmt.

Konkret wird vorgeschlagen, dass die Stadtumbaustrategie Döbern als eigenständiges Kapitel in das Insek der Stadt Forst integriert wird. "An geeigneten Textstellen im Insek der Stadt Forst werden Verweise auf die Stadtumbaustrategie Döbern gegeben. Zusätzlich werden Aussagen zum regionalen Wohnungsmarkt ergänzt", erklärt Angelika Geisler vom Forster Stadtplanungsamt.

Die Stadtumbaustrategie Döbern muss sowohl vom Amt Döbern-Land als auch von der Stadt Forst getragen werden.

Die Stadtverordnetenversammlung Döbern hat bereits am 13. Februar den Beschluss zur Erarbeitung einer Stadtumbaustrategie für die Stadt Döbern als Ergänzung zum Forster Insek beschlossen. Jetzt muss Forst zustimmen.

Der kommunale Eigenanteil für die Umsetzung wird nach Angaben der Forster Verwaltung vom Amt Döbern-Land bereitgestellt.

Das gesamte Amt Döbern-Land verliert dramatisch an Einwohnern. Lag die Bevölkerungszahl 2010 noch knapp unter 13 000, wird für 2030 eine Zahl von unter 10 000 prognostiziert. Döbern selbst hat etwa um die 3400 Einwohner.