„Jetzt ist der Vertrag unterschrieben aus Nicaragua zurück“, freut sich Sylvia Foerster, die Leiterin der Grundschule Keune. Ihre Schule hat im Oktober 2019 im Beisein der Nicaraguanischen Botschafterin eine Partnerschaftsvereinbarung mit der Öffentlichen Schule „Nubia Rigby“ auf Corn Island an der Karibikküste des mittelamerikanischen Landes abgeschlossen. Nun hat es noch einige Zeit gedauert, bis alle offiziellen Unterschriften auf dem Papier zusammen waren.

Die Kooperation soll als persönlicher Austausch zwischen den Kindern stattfinden – und den Fremdsprachenunterricht stärken. Die Schüler werden per Skype in Englisch miteinander reden. Dafür hat die Schule eine Ausstattung mit Headsets erhalten. Aber noch ist es nicht ganz so weit – wegen Corona.

Coronavirus verhindert Kontakt mit Nicaragua

„Wir können zur Zeit unseren Medienraum nicht für das Skypen nutzen, weil wir aufgrund der Hygienevorschriften die Schüler nur begrenzt zwischen den Räumen wechseln lassen können“, erklärt Sylvia Foerster. Außerdem seien noch nicht alle Klassen wieder aus der Hausbeschulung zurück.

Gestartet ist hingegen der direkte Briefwechsel zwischen den beiden Schulleiterinnen aus Forst und Nicaragua. „Ich schreibe auf Englisch und sie auf Spanisch“, erklärt Sylvia Foerster. „Gut, dass ich Italienisch spreche – da kann ich die Texte ganz gut übersetzten.“

Kinder in Nicaragua und Forst haben gemeinsame Themen

Dass die Kinder ähnliche sprachliche Umwege gehen, schließt Sylvia Foerster aus: „Die Schüler in Nicaragua lernen Englisch wie unsere Kinder als Zweitsprache. Die reden einfach darauflos“

Die Themen werden allerdings vorbereitet. So soll es beispielsweise um umweltgerechte Abfallentsorgung gehen – ein wichtiges Thema auf Corn Island. Die Forster Kinder wollen wiederum von ihrer Schule im Grünen mit Gartenbau und Kompostieren berichten.

Kinder aus Nicaragua sollen nach Forst kommen

Angestoßen hat das Ganze Axel Hübner, Projektleiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises Spree-Neiße – der CIT GmbH. Er war selbst schon auf Corn Island: „Ein wunderschönes Stück Land. Die Motivation, die Lebens- und Lernfreude der dortigen Kinder ist enorm.“

Nachgedacht wird über eine Einladung der Kinder aus Nicaragua nach Deutschland. Umgekehrt wäre „eine Reise in die Karibik für unsere Schüler auch ein Traum“, so Sylvia Foerster.