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Gedenktag
Forst gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus

Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust begrüßte Günther Mattern die versammelte Gruppe am Ehrenmal des Platzes des Friedens, anschließend spielte das Cottbuser Bläserquartett.
Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust begrüßte Günther Mattern die versammelte Gruppe am Ehrenmal des Platzes des Friedens, anschließend spielte das Cottbuser Bläserquartett. FOTO: Margit Jahn
Forst. „Vergesst es nie“ mahnt das Ehrenmal am Platzes des Friedens. Das Cottbuser Bläserquartett begleitet die Kranzniederlegung.

„Das Schicksal der Menschen ist an vielen Stellen unbekannt und gilt aufgearbeitet zu werden“, so die Worte von Verwaltungsvorstand Sven Zuber in seiner Rede zur Gedenkveranstaltung zum Tag der Opfer des Nationalsozialismus. Am vergangenen Samstag, dem internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, trafen sich die Vertreter verschiedener Parteien sowie Vertreter der Stadt Forst, um mit einer Kranzniederlegung den damaligen Opfern zu gedenken. „Vergesst es nie“ steht in riesengroßen Buchstaben über dem Ehrenmal. Günther Mattern von DIE Linke, OV Forst begrüßte die versammelte Gruppe am Ehrenmal des Platzes des Friedens, anschließend spielte das Cottbuser Bläserquartett.

Sven Zuber sprach über die Befreiung der Menschen 1945 aus dem KZ in Auschwitz Birkenau. 1,1 Millionen Juden wurden damals in Birkenau ermordet.Insgesamt fielen 5,6 Millionen Menschen dem Holocaust zum Opfer.

Er spannte den Bogen weiter und sprach von Forster Bürgern, die in Konzentrationslagern umgebracht wurden oder aber seitdem vermisst wurden. Von vielen Menschen verläuft sich die Spur bis heute, was besonders schmerzvoll für die verbliebenen Familienmitglieder ist. Er umriss die Geschichte der Forster Synagoge, die später zur Bibliothek wurde und in den 70-er Jahren schließlich abgerissen wurde. Es folgte eine Kranzniederlegung sowie das letzte Musikstück „Ich hatte einen Kameraden“.

(mjn)