(slu) Äußerst zufrieden führt Hortleiterin Silke Hagen durch ihr neu gestaltetes Haus. Oben probt die Trommlergruppe „Sonnentrommler“ – und früher war dies in sämtlichen Räumen laut zu hören. Jetzt dringen nur noch gedämpfte Töne durch die Flure. Die neuen Schallschutzdecken machen sich vor allem hier bemerkbar. Eingebaut wurden die Akustikdecken in allen Räumen – aber die „Sonnentrommler“ hätten sie ganz besonders erwartet, berichtet Silke Hagen am Dienstag bei der Vorstellung der neuen Räume. Denn nun konnten sie aus ihrem bisherigen kleinen Proberaum im Dachgeschoss in ein „normales“ Hortzimmer umziehen. Für diesen Raum waren auch neue Stühle und Möbel angeschafft worden.

Auslöser für die Neugestaltung war ein unerfreulicher Vorfall gewesen: Im April 2018 war von einer Decke in der Küche des Hortes Putz heruntergekommen. Ein Gutachter war zurate gezogen worden, der für die anderen Decken im Haus zwar keine Gefahr bescheinigte, jedoch wurden zwei Räume, darunter auch eine Garderobe, gesperrt. Die Stadt entschied sich für die Sanierung sämtlicher Decken im Haus und auch den Einbau einer von den Hortnerinnen schon lange geforderten Schalldämmung. Auch dem Wunsch nach einer kompletten malermäßigen Instandsetzung inklusive neuer Rollos wurde entsprochen, resümierte Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos). Insgesamt hat die Stadt nach Auskunft von Sirko Nitzschke, Fachbereichsleiter Zentrales Gebäudemanagement, knapp 120 000  Euro investiert.

Allerdings hatten sich die bereits für die Sommerferien 2018 angekündigten Arbeiten auf den Winter verschoben. Ende Dezember zogen der Hort und der Familientreff in ihre Ausweichquartiere: der Hort in das Oberstufenzentrum und der Familientreff in die Kita „Kinderland“. Im April waren sämtliche Arbeiten fertig, beide Einrichtungen konnten zurückziehen und sind nun seit 6. Mai wieder an ihrem angestammten Ort zu finden.

Und das mit frischem Wind: Wie Kathrin Schubert, Koordinatorin des Familientreffs, berichtet, sei der Treff sogar anders eingerichtet worden – und zwar so wie im Ausweichquartier. „Wir waren dort hochzufrieden und haben dies nun so übernommen. So haben wir auch mehr Platz“, freut sich Kathrin Schubert.

Auch im Hort wurde das Raumkonzept überdacht und beispielsweise die Garderobe von der ersten Etage ins Erdgeschoss verlagert. „So bleibt der Schmutz der Schuhe unten“, erklärt sie einen Grund. Die Etagen wurden zudem farblich gestaltet, und auch die Wände der Räume – bisher in Weiß gehalten – strahlen jetzt in freundlichen Tönen wie Gelb oder Grün.

Andreas Kaiser, Fachbereichsleiter Bildung und Soziales der Stadt, würdigte noch einmal den sehr guten Ablauf des Umzuges, sowohl durch den Hort selber als auch durch das Oberstufenzentrum. Die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Spree-Neiße habe gut funktioniert. Die Schüler  hätten die Turnhalle der Kreisvolkshochschule mit nutzen können. Auch der Stadtpark sei von den Kindern rege genutzt worden, weshalb der Hort jetzt überlege, dorthin öfter zu gehen, sagte Leiterin Silke Hagen.

Der Hort Sonnenstadt und der Familientreff laden am Mittwoch, 5. Juni, ab 13.30 Uhr zu einem Tag der offenen Tür mit Kinderfest ein, um die neu gestalteten Räume allen Interessenten zeigen zu können. Der Familientreff wird sich unter anderem mit einem Trödelmarkt beteiligen.