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| 02:37 Uhr

Forst entthront Finsterwalde

Der Regen schreckte am Samstag keinen der Schwimmer im Forster Freibad. Emsig zogen sie ihre Bahnen uns siegten schließlich.
Der Regen schreckte am Samstag keinen der Schwimmer im Forster Freibad. Emsig zogen sie ihre Bahnen uns siegten schließlich. FOTO: Michael Leske
Forst. Pünktlich um null Uhr startete in der Samstagnacht mit einem lauten Pfiff das Stundenschwimmen im Forster Freibad. Drei Schwimmer sprangen zur Geisterstunde ins Becken und eröffneten den Wettkampf in der Rosenstadt. Michael Leske / mle1

Es galt, 20 Stunden und 17 Minuten zu schwimmen und mit maximal zwölf Schwimmern auf drei Bahnen die meisten Kilometer in dieser Zeit zurückzulegen. "Es sollten immer vier Schwimmer pro Bahn im Becken sein für eine maximale Auslastung", erklärte Ulrich Lehmann kurz vor Ende der Veranstaltung. Er war bereits seit zwei Uhr im Freibad, viele schon seit Mitternacht. Kleine, müde Augen waren bei vielen zu sehen, an Schlaf aber nicht zu denken.

Außerdem nahmen die Städte Calau, Luckau, Vetschau, Altdöbern, Großräschen und Vorjahressieger Finsterwalde am Wettbewerb teil. Die Forster hatten sich in diesem Jahr viel vorgenommen, sie wollten den ganz großen Pott und nicht "nur" einen Treppchenplatz. Vereine, Schulen, Bürger, Sportler und Firmen waren aufgerufen, die Rosenstadt aufs Siegerpodest zu bringen. Erstmals fand auch ein Staffelwettbewerb der Schulen statt, bei dem jede Schule in einer Stunde eine möglichst lange Strecke schwimmen sollte. Das Interesse hielt sich allerdings in Grenzen, lediglich vier Grundschulen folgten der Einladung der Organisatoren und nahmen am Wettkampf teil. Die Grundschule Mitte hatte am Ende die Nase vorn, 8700 Meter legten die Kinder zurück, gefolgt von der Grundschule Eulo (7750 m), Nordstadt (7050 m) und Keune (6950 m). Bei durchwachsenem Schwimmwetter mit rund 22 Grad Wassertemperatur waren gute Bedingungen vorhanden. Auch der zwischenzeitliche Regen störte nicht.

Insgesamt nahmen 246 Schwimmer teil und legten genau 497 150 Meter zurück. Das reichte in diesem Jahr für den Sieg im Städtewettkampf. Bereits eine Stunde vor dem Ende der Veranstaltung kam am Beckenrand Siegesstimmung auf. Die Forster Schwimmer lagen mit etwa 30 Kilometer Vorsprung fast uneinholbar vorn. Der Erfolg bahnte sich langsam an. Zur Zwischenstandzählung um 9 Uhr übernahmen die Rosenstädter die Spitzenposition, die sie nur einmal um 16 Uhr kurz an Vetschau abgaben. Die tolle Kommunikation zwischen den Schwimmern, Organisatoren und dem Technikteam um Christian Wolfram, der ständig die Zwischenstände aus allen Teilnehmerstädten bekannt gab, sowie die breit aufgestellte Teilnehmergemeinde hatten ihren Anteil am Erfolg. So waren auch nachts immer zwölf Schwimmer im Wasser, war von den Organisatoren zu erfahren.

Nach einem langen Wettkampf am Samstagabend fand die Siegerehrung für die Tagessieger statt. Bester Forster Schwimmer war Tobias Geike mit 24 200 zurückgelegten Metern, die beste weibliche Schwimmerin war Luise Wahnberger mit 16 300 Metern. Der älteste Teilnehmer war 69 Jahre und der jüngste fünf. Weiterhin gab es erneut den Nachtpokal, den ebenfalls Tobias Geike in Empfang nehmen konnte. Er schwamm zwölf Kilometer zwischen null und sechs Uhr.

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Am Ende dürfen die Rosenstädter jubeln. Mit 497,1 km entthronen die Forster den Sieger der vorangegangenen zwei Jahre, Finsterwalde (449,3 km). Auf einen achtbaren Bronzerang schwimmt Vetschau (442,0 km), gefolgt von Altdöbern (439,3 km), Luckau (438,3 km), Großräschen (361,0 km) und Calau (329,8 km).

Bronze für Vetschau: Im Jubiläumsjahr ihres Sommerbades wurde von der ersten Sekunde an auf Wettbewerbsmodus geschaltet – angeführt von Bürgermeister Bengt Kanzler mit einem Kopfsprung um Mitternacht.
Bronze für Vetschau: Im Jubiläumsjahr ihres Sommerbades wurde von der ersten Sekunde an auf Wettbewerbsmodus geschaltet – angeführt von Bürgermeister Bengt Kanzler mit einem Kopfsprung um Mitternacht. FOTO: uhd