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| 17:00 Uhr

Tag der Städtebauförderung
Ein Abschied mit vielen schönen Erinnerungen

 Ute Stephan (79) und Walter Pösz (75) schauen sich die Pläne für das Jugendklubhaus an.
Ute Stephan (79) und Walter Pösz (75) schauen sich die Pläne für das Jugendklubhaus an. FOTO: Sven Hering
Forst. Beim Tag der Städtebauförderung konnten die Forster das Jugendklubhaus in der Gubener Straße noch einmal besichtigen. Von Sven Hering

(sh) Wer in Forst etwas erleben wollte, der ging in das Jugendklubhaus. Dort konnte man tanzen. Oder auch mal fernsehen, erzählt Ute Stephan. „Damals hatte nämlich noch nicht jeder einen Fernseher zu Hause.“

Am Freitag waren bei der 79-Jährigen plötzlich wieder viele Erinnerungen an ihre Jugendzeiten präsent. Die Stadt hatte im Rahmen des Tages der Städtebauförderung in die Gubener Straße 10 eingeladen. Auf der großen Freifläche gab es zahlreiche Angebote. Doch besonders der Rundgang durch das Gebäude wurde vor allem von den älteren Forstern gern genutzt.

So wie Walter Pösz (75), der die im Erdgeschoss des Gebäudes ausgehängten Pläne für die anstehende Sanierung des Gebäudes studierte. „Es müsste noch viel mehr publik werden, was hier geplant ist“, sagte er. Genau diesen Ansatz verfolgt der Tag der Städtebauförderung. Die Einwohner sollen stärker in die Stadtentwicklung einbezogen werden.

Die Stadt wird das Gebäude umfassend sanieren und auch künftig als Kinder- und Jugendeinrichtung betreiben. Rund 1,6 Millionen Euro werden dafür in die Hand genommen. „Es ist ein sehr schönes Gebäude, dazu die tollen Außenanlagen, es ist für diese Zwecke einfach ideal“, erklärte Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos).

So wurden am Freitag beim Abschied schon Ideen für den Neuanfang besprochen, wie das Areal an der Gubener Straße künftig belebt werden könnte. Murtaza Alizada schlug vor, alle zwei Wochen eine kleine Feier zu veranstalten. „Dazu sollen alle eingeladen werden, egal welcher Nationalität“, sagte der 30-Jährige, der die Forster Löwen betreut, eine Fußball-Freizeitmannschaft, die aus zwei Dutzend Spielern aus Afghanistan, aus Syrien, Pakistan und Afrika besteht.

Ute Stephan entdeckte schließlich bei ihrem Rundgang noch die alte Theke. „Hier haben wir unsere Getränke geholt“, berichtete sie. „Brause und Cola.“ Manchmal sei auch ein kleines Schnäpschen dabei gewesen.

 Ute Stephan (79) und Walter Pösz (75) schauen sich die Pläne für das Jugendklubhaus an.
Ute Stephan (79) und Walter Pösz (75) schauen sich die Pläne für das Jugendklubhaus an. FOTO: Sven Hering