„Heute muss ich meinem Herzen Luft machen.“ So beginnt ein Leserbrief von Theresia Ullmann, der die Redaktion erreichte. Bei strahlendem Sonnenschein, so schreibt sie, absolvierte sie dieser Tage eine Radtour zu den Euloer und Mulknitzer Teichen. „Es ist ja ein einmalig schönes Naturschutzgebiet.“ Doch leider habe sie auf dem Weg dorthin eine sehr negative Erfahrung gemacht.

Theresia Ullmann meint damit den Weg zwischen den ersten Teichen. Dort waren die Schlaglöcher großflächig mit scharfkantigem Splitt aufgefüllt worden. Sie sei froh gewesen, dass ihr Fahrrad heil geblieben sei und auch der Schlauch keinen Platten bekommen habe. Wer hat dies angeordnet beziehungsweise genehmigt?, fragt sie.

Keine öffentliche Verkehrsfläche

Die vorhandenen Wege im Bereich der Euloer Teiche werden nicht als öffentlich gewidmete Verkehrsflächen im Straßenkataster der Stadt Forst geführt, heißt es auf Nachfrage aus dem Forster Rathaus. Gerade im benannten Gebiet würden diese als Wege für die Nutzung und Bewirtschaftung der Teiche und des Waldes genutzt. Die Nutzung durch den öffentlichen motorisierten Verkehr sei nicht erlaubt und durch entsprechende Beschilderung gekennzeichnet. Die Stadt habe auf dieser Zuwegung keine Unterhaltungsmaßnahme vorgenommen, ebenso seien keine Maßnahmen vorgesehen.

Christoph Junghanns kann hingegen zur Aufklärung beitragen. „Wir haben die betreffenden Stellen mit Ziegelbruch verfüllt“, erklärt der Teichwirt, der die dortigen Gewässer bewirtschaftet. Das sei notwendig, damit der Weg weiter von ihm und seinen Fahrzeugen genutzt werden könne. Auch die Agrargenossenschaft profitiere davon. Da es kein offiziell gewidmeter Radweg sei, müssten Radfahrer ihr Fahrrad ein paar Meter schieben. Das, so sagt er, sei aus seiner Sicht zumutbar.

Zumal er sich auch darum kümmere, dass zum Beispiel morsche Äste von den am Wegesrand stehenden Bäumen nicht auf den Weg stürzen. Da sei er regelmäßig dabei, Abhilfe zu schaffen – auf eigene Kosten, betont er.

60 Hektar nicht bewirtschaftet

Wesentlich größere Sorgen bereitet ihm allerdings das Wetter. Es drohe das nächste Dürrejahr. 60 Hektar seiner Teichflächen könne er gegenwärtig wegen des zu geringen Wasserstandes nicht bewirtschaften. „Den Klimawandel bekommen wir hier schon ganz stark zu spüren.“

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