ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 13:54 Uhr

Sanierung von 2020 bis 2022 geplant
Komplett neue Radrennbahn

 Vertreter von Stadtverwaltung und PSV beim Rundgang entlang der Radrennbahn, die nun saniert werden soll – der „Flickenteppich" der ausgebesserten Stellen im Hintergrund ist deutlich erkennbar. 2022 zum Pfingstpreis soll hier alles komplett erneuert sein.
Vertreter von Stadtverwaltung und PSV beim Rundgang entlang der Radrennbahn, die nun saniert werden soll – der „Flickenteppich" der ausgebesserten Stellen im Hintergrund ist deutlich erkennbar. 2022 zum Pfingstpreis soll hier alles komplett erneuert sein. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. In den vergangenen Jahren wurde die Radrennbahn in Forst nur noch notdürftig geflickt. Mit einer Fördermittelzusage im siebenstelligen Bereich soll sich das jetzt ändern. Von Steffi Ludwig

„Uns konnte nichts Besseres passieren.“ Mit diesem Satz drückt Gerd Suschowk, Präsident des Polizeisportvereins 1893 (PSV) Forst, all das aus, was die Fördermittelzusage von 2,56 Millionen Euro aus einem Bundesprogramm für den Verein und Forst bedeutet. Denn schon seit Jahren wird die Radrennbahn, eines der Aushängeschilder von Forst, nur notdürftig geflickt – obwohl hier internationale Radsportveranstaltungen wie das Europa-Kriterium, der Pfingstpreis der Steher oder das Sattelfest stattfinden.

Stadion wird sich komplett verändern

Nun ist mit den Bundesmitteln, die im April bewilligt wurden, eine komplette Erneuerung der Bahn sowie des Vereinsgebäudes des PSV als Rad- und Reitstützpunkt möglich. Die Stadt schießt 285 000 Euro an Eigenmitteln zu. Wie Bauverwaltungsvorstand Heike Korittke am Dienstagvormittag in einer Vorstellung der Arbeiten mitteilte, sei der Totalabbruch der Bahn geplant. Nach der Prüfung des Unterbaus könnte gegebenenfalls auf dem Bestand aufgebaut werden. Die Besucherterrassen und der Sprecherturm sollen erhalten bleiben. Der Abstellplatz im Inneren für die Maschinen solle erneuert und überdacht werden. Zum Glück sei die Anlage laut Heike Korittke nicht denkmalgeschützt, aber die Fläche sei nach neuesten Erkenntnissen ein Bodendenkmal, weshalb der Denkmalschutz einzubeziehen sei. Auch Lösungen zur Holztreppe und zum Tunnel soll das Planungsbüro erarbeiten.

Zudem solle auch das Vereinsgebäude des PSV abgerissen und neu gebaut werden, unter anderem mit neuen Sanitär- und Umkleideräumen sowie kleinem Anbau für die Kassenräume im Erdgeschoss.

Pfingstpreis 2022 auf neuer Anlage

Der Zeitplan ist laut Heike Korittke sportlich, aber zu schaffen. Derzeit laufe die öffentliche Ausschreibung der Planungsleistungen. Anfang September gebe es ein Koordinierungsgespräch von Stadt und PSV in Berlin mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumförderung. Danach könnten die baufachlichen Prüfungen stattfinden und der Förderantrag gestellt werden. Der Bescheid werde dann Anfang 2020 eintreffen, sodass die Radrennbahn noch die komplette Saison 2020 in Betrieb sein könne. „Nach dem Herbstpreis 2020 soll die Bahn dann abgerissen werden und nach eineinhalb Jahren Bauzeit zum Pfingstpreis 2022 wieder öffnen“, kündigt Heike Korittke an.

Das würde für den PSV bedeuten, dass nur im Jahr 2021 die Rennen und Turniere auf der Bahn nicht stattfinden können. „Wir überlegen, ob wir vielleicht eine Radveranstaltung außerhalb der Bahn anbieten können“, so Gerd Suschowk. Aber der Derny-Cup in der Innenstadt werde trotzdem veranstaltet.

 Vertreter von Stadtverwaltung und PSV beim Rundgang entlang der Radrennbahn, die nun saniert werden soll – der „Flickenteppich" der ausgebesserten Stellen im Hintergrund ist deutlich erkennbar. 2022 zum Pfingstpreis soll hier alles komplett erneuert sein.
Vertreter von Stadtverwaltung und PSV beim Rundgang entlang der Radrennbahn, die nun saniert werden soll – der „Flickenteppich" der ausgebesserten Stellen im Hintergrund ist deutlich erkennbar. 2022 zum Pfingstpreis soll hier alles komplett erneuert sein. FOTO: LR / Steffi Ludwig