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Spree-Neiße
Fördermittel für mehr schnelles Internet im Kreis

Fast 30 Millionen Euro sollen in den Breitbandausbau im Spree-Neiß-Kreis fließen.
Fast 30 Millionen Euro sollen in den Breitbandausbau im Spree-Neiß-Kreis fließen. FOTO: Daniel Reinhardt / dpa
Fast 30 Millionen Euro fließen in den weiteren Ausbau des schnellen Internets in Guben- Döbern-Land, im Amt Peitz, der Gemeinde Schenkendöbern sowie den Städten Drebkau und Welzow.

Als nach eigenen Angaben einziger Landkreis im Bundesland Brandenburg hat der  Landkreis Spree-Neiße bei der fünften Runde zur Förderung des Breitbandausbaus des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 17 Millionen Euro erhalten. Darüber informierte die Kreisverwaltung.

Stellvertretend für den Kreis nahmen drei CDU-Mitglieder den Förderbescheid vom geschäftsführenden Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Christian Schmidt (CSU), entgegen: der Bundestagsabgeordnete  Klaus-Peter Schulze, die Kreistagsvorsitzende Monika Schulz-Höpfner und Landrat Harald Altekrüger. Für den Glasfaserausbau erhält der Landkreis im Amt Peitz sowie in der Gemeinde Schenkendöbern rund sieben Millionen Euro. Für das Ausbaugebiet im Amt Döbern-Land stehen rund 4,2  Millionen Euro zur Verfügung, für die Städte Drebkau und Welzow rund vier Millionen Euro und für die Stadt Guben rund 1,8 Millionen Euro.

Altekrüger nannte die Förderung einen wichtigen Schritt, „um den ländlichen Raum fit für die Zukunft zu gestalten“. Schnelles Internet sei die Voraussetzung, um als Wirtschaftsstandort weiterhin attraktiv zu bleiben. Auch für die fortschreitende Digitalisierung der Verwaltung sei es unentbehrlich. Stellvertretend dankte er Schulze sowie dem Breitbandbeauftragten des Landkreises, Rainer Schubert. Beide hätten sich intensiv um diese Förderung bemüht.

Bei der fünften Runde des Förderprogrammes wird der Breitbandausbau mit rund 375 Millionen Euro gefördert, wobei insgesamt 124 Förderbescheide vergeben wurden.  Insgesamt flossen seit dem vergangenen Jahr rund 60 Millionen Euro für den Breitbandausbau in der Region, so der SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Freese, der in der vergangenen Legislaturperiode Mitglied des Haushaltsausschusses im Deutschen Bundestag war, der das Förderprogramm in Höhe von insgesamt 2,7 Milliarden Euro freigegeben hat. Freese hofft nun, dass diese neuen Bescheide dazu beitragen werden, schnellstmöglich dort konkrete Pläne auf den Weg zu bringen, und dass zeitnah zur Fördermittelübergabe auch die Investitionen erfolgen können: „Jetzt geht es darum, dass zügig die Ausschreibungen der Projekte erfolgen, und dabei auch regionale Unternehmen Aufträge erhalten können“, so Freese in einer Mitteilung seines Abgeordnetenbüros.

Auch Klaus-Peter Schulze hob die Bedeutung des Breitbandausbaus hervor, um die Entwicklung des ländlichen Raumes voranzutreiben. „Mit Blick auf die zukünftigen strukturellen Herausforderungen ist unsere Region in besonderem Maße auf eine flächendeckende und leistungsstarke Breitbandversorgung angewiesen.“ Durch den umfassenden Netzausbau werde sichergestellt, dass auch die Bürger in der Fläche über eine schnelle Internetverbindung verfügen.