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Finanzspritzen für Museen -noch sind 51 000 Euro offen

Die Museumsnacht in Spree-Neiße ist auch immer ein Garant für Außergewöhnliches, wie hier eine historische Nachtmodenschau in Spremberg. Der Arbeitskreis Lausitzer Museumsland, der auch die Museumsnacht organisiert, soll einen Festbetrag von 45 000 Euro erhalten.
Die Museumsnacht in Spree-Neiße ist auch immer ein Garant für Außergewöhnliches, wie hier eine historische Nachtmodenschau in Spremberg. Der Arbeitskreis Lausitzer Museumsland, der auch die Museumsnacht organisiert, soll einen Festbetrag von 45 000 Euro erhalten. FOTO: zvg/ Landkreis SPN
Spree-Neiße. (ang1) Der Landkreis will das hohe Engagement der musealen Einrichtungen stärker unterstützen. Die Förderung soll um 120 000 Euro auf insgesamt 220 000 Euro angehoben werden, sieht eine Beschlussvorlage für den Kreistag vor, die jetzt vom Kulturausschuss befürwortet worden ist.

Diese erhöhte institutionelle Förderung soll an sechs Museen im Kreisgebiet gehen.

Wenn der Kreistag am 12. Juli der Empfehlung folgt, werden jeweils ein Sockelbetrag von 5000 Euro für jede Einrichtung und anteilige Zuschüsse für Betriebskosten, Personal, Besucher und Veranstaltungen an die Museen ausgezahlt. Die Unterstützung für die sechs Einrichtungen in Guben, Forst, Peitz, Dissen, Bloischdorf und Welzow variiert zwischen 19 003 Euro (Museumsscheune in Bloischdorf) und 52 328 Euro (Heimatmuseum Dissen).

Für die Maßnahmen des Arbeitskreises Lausitzer Museumsland, der auch die Museumsnacht organisiert, stellt der Kreis zudem einen Festbetrag von 45 000 Euro zur Verfügung.

Somit stehen für die Förderung weiterer Museen und musealer Einrichtungen nach der Förderrichtlinie noch rund 90 000 Euro bereit, um die sich 19 Einrichtungen bemühten. Nach Empfehlung des Kultur- und Bildungsausschusses erhalten die Interessengemeinschaft Klinger See und das Wendisch-Deutsche Heimatmuseum in Jänschwalde jeweils 5000 Euro. Jeweils 2500 Euro gehen an die Klein Kölziger Ziegeleibahn und den Mühlenverein Holländermühle in Turnow. Weitere Begünstigte sind der Mühlenverein "Hornower Mühle" (2499 Euro), die Heimatstube Burg (2442 Euro), das Naturkundezentrum Spreeaue (2330 Euro), das Museum "Alte Mühle" in Proschim (2024 Euro), der Heimatverein Forst-Nord (1965 Euro), der Förderverein des Museums Sorbische Webstube in Drebkau (1952 Euro), der Mühlenverein Noßdorfer Wassermühle (1635 Euro), die Gubener Tuche und Chemiefaser (1672 Euro), die evangelische St. Martinskirche in Hornow (1496 Euro), das Archiv verschwundener Orte (1407 Euro), der Heimatverein Welzow (1212 Euro), der Verein "Land und Leute" der Region Lausitzer Neiße (1200 Euro), das Heimatmuseum Döbern (727 Euro) und der Ausstellungsturm im Teichland in Peitz (720 Euro) sowie der Verein Kultur- und Heimatgeschichte Tauer (400 Euro). Daraus ergibt sich eine Fördersumme von insgesamt rund 38 682 Euro. Für den bisher noch nicht vergebenen Restbetrag von rund 51 318 Euro besteht die Möglichkeit, dieses Geld auch an Anträge auszuschütten, die nach Antragsfrist eingehen.

Mit der Förderung haben die musealen Einrichtungen auf unterschiedliche Art und Weise die Möglichkeit, ihre Sammlungen zu vergrößern und ihren Besuchern kulturelle Werte zu vermitteln und zu einem Heimatbewusstsein beizutragen.