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| 17:37 Uhr

Auf Lebenszeit
Er bleibt Kreisbrandmeister – nun ehrenhalber

Kreistagsvorsitzende Monika Schulz-Höpfner gratuliert Wolfhard Kätzmer (redchts)  zur Verleihung der Ehrenbezeichnung „Ehrenkreisbrandmeister des Landkreises Spree-Neiße“ auf Lebenszeit.
Kreistagsvorsitzende Monika Schulz-Höpfner gratuliert Wolfhard Kätzmer (redchts) zur Verleihung der Ehrenbezeichnung „Ehrenkreisbrandmeister des Landkreises Spree-Neiße“ auf Lebenszeit. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Spree-Neiße. Wolfhard Kätzmer hat die Arbeit der freiwilligen Feuerwehren in Spree-Neiße maßgeblich geprägt.

Deshalb hat der Kreistag  Kätzmer die Ehrenbezeichnung „Ehrenkreisbrandmeister des Landkreises Spree-Neiße“ auf Lebenszeit verliehen. Die Mitglieder des Kreistages würdigten damit am Mittwoch den jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz Kätzmers für den Brand- und Katastrophenschutzes im Landkreis, bilanzierte der Kreisfeuerwehrverband zufrieden in einer Erklärung am Donnerstag.

Der diplomierte Brandschutzingenieur (FH) Kätzmer ist als Sachgebietsleiter Brand- und Katastrophenschutz im Kreis tätig und übernahm  1994 ehrenamtlich die Funktion des stellvertretenden Kreisbrandmeisters, sechs Jahre  später wurde er ehrenamtlicher Kreisbrandmeister. Dieses Amt gibt er nun ab. Seine offizielle Amtszeit  endet am 23. Juli. Auf eigenen Wunsch möchte der 57-Jährige das Ehrenamt in jüngere Hände übergeben.

„,Feuerwehr ist kein Hobby, Feuerwehr ist eine Lebenseinstellung.’ Dieser Spruch trifft auf keinen anderen so zu, wie auf Wolfhard Kätzmer“, betont der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Robert Buder. Kätzmer habe immer Unterstützung angeboten oder weitere Unterstützer organisiert. Den zeitlichen Umfang seiner ehrenamtlichen Arbeit könne man überhaupt nicht erfassen. „Seit mehr als 20 Jahren ist Kamerad Wolfhard Kätzmer in den verschiedenen Funktionen stets präsent und meistert scheinbar alles reibungslos“, betont Buder. Auch deshalb wurde Wolfhard Kätzmer bereits im Mai zum Ehrenmitglied des Kreisfeuerwehrverbandes Spree-Neiße ernannt.

Kätzmer ist stets bereit, sein Fachwissen an die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren zu vermitteln und führt jährlich ehrenamtlich acht Kreisausbildungen mit einem Umfang von 96 Stunden an den Abenden oder an den Wochenenden durch. Er war in den Arbeitsgruppen des Landes vertreten und hat beispielsweise an der Konzeption zur Bildung von Stützpunktfeuerwehren im Land mitgewirkt sowie den Leitfaden zur Waldbrandbekämpfung im Land Brandenburg mitentwickelt. Auf Kreisebene sei es letztendlich auch Wolfhard Kätzmer zu verdanken, dass in den letzten zwei Jahrzehnten kein „großer“ Waldbrand im Kreis verzeichnet werden musste. Kätzmer entwickelte die Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) Wald des Landkreises Spree-Neiße, die – entsprechend aktualisiert –  heute noch existiert. Eingeführt hat  Kätzmer auch regelmäßige Beratungen mit den elf Leitern der freiwilligen Feuerwehren im Landkreis sowie der Werkfeuerwehr Leag, der Berufsfeuerwehr Cottbus, dem Kreisfeuerwehrverband, der Kreisjugendfeuerwehr, der Betriebsfeuerwehr Dussmann und dem THW, wo aktuelle Geschehnisse und Themen besprochen und Arbeitsweisen abgestimmt werden. „Dies wird nur im Landkreis Spree-Neiße so praktiziert“, betont Sascha Erler vom Kreisfeuerwehrverband.

Durch die Verleihung des Titels „Ehrenkreisbrandmeister des Landkreises Spree-Neiße“ kann Kätzmer zusammen mit dem Ärmelabzeichen „Ehrenkreisbrandmeister – Landkreis Spree-Neiße” die Feuerwehruniform weiter mit den Effekten eines Kreisbrandmeisters tragen.

(js)