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FDP und SPD für Wasser an der Stadtkirche

Forst. Die Forster Stadtverordnetenversammlung an diesem Freitag verspricht, spannend zu werden. Wieder einmal steht die künftige Gestaltung des Geländes um die Stadtkirche auf der Tagesordnung. kkz

Und Einigkeit gibt es zwischen den Fraktionen wieder nicht.

In den vergangenen Monaten wurde in den Ausschüssen über den Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung gesprochen. Demnach soll eine Wasserfläche an der Ostseite der Kirche explizit nicht mehr Inhalt der Planung sein. Das bisher beteiligte Planungsbüro wird entsprechend mit einer Neuplanung dieses Areals beauftragt. Dieser neue Entwurf soll eine attraktive Grünfläche enthalten, die auch einer zukünftigen Bebauung Raum lässt und dabei den Mühlgraben in Szene setzt.

Gemeinsam haben FDP- und SPD-Fraktion in diesen Tagen einen Änderungsvorschlag erarbeitet. Wie Klaus-Dieter Stenzel (SPD) erläutert, sei eine Wasserfläche in Städten immer ein Anziehungspunkt. Er habe es in Cottbus am Dieselkraftwerk beobachtet, dass Menschen zum Entspannen ganz bewusst die Nähe des Wassers suchen. Auch bei der Vorstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes in der vergangenen Woche sprachen sich anwesende Bürger für eine Wasserfläche in der Innenstadt aus. Forst sollte deshalb das vorhandene Potenzial in der Innenstadt nutzen, so Stenzel, und die große Freifläche - auf der es in absehbarer Zeit keine Bebauung geben werde - entsprechend vielseitig gestalten. Für die Ostseite hinter der Kirche bedeutet dies, dass entsprechend dem Siegerentwurf des Realisierungswettbewerbs eine Wasserfläche vorgesehen wird. Diese könnte über den Mühlgraben mit Wasser versorgt werden. Enten und eine Wasserfontäne könnten ein zusätzlicher Anreiz für Besucher sein. Und im Winter wäre sogar eine Eislauffläche möglich.

Über eine Mehrheit verfügen SPD und FDP in der Stadtverordnetenversammlung nicht. Es bleibt deshalb abzuwarten, wie viele Abgeordnete diesem Änderungsvorschlag folgen werden.