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FDP-Chef legt Wesemann Rücktritt nahe

Bürgermeister Philipp Wesemann (SPD) Forst
Bürgermeister Philipp Wesemann (SPD) Forst FOTO: Ludwig
Forst. Der FDP-Ortsvorsitzende Jeff Staudacher hat Bürgermeister Philipp Wesemann (SPD) den Rücktritt nahegelegt – das allerdings offenbar ohne Absprache mit der eigenen Fraktion. Im Vorfeld der Ortsvereinsversammlung am kommenden Montag hatte Staudacher "eine offizielle Pressemitteilung der FDP Forst-Döbern" herausgegeben, in der es auch um die Doppelbelastung für den stellvertretenden Bürgermeister Jens Handreck geht, der seit der Erkrankung von Wesemann im November dessen Aufgaben mit übernimmt. js/kkz

Im Vorfeld der Ortsvereinsversammlung am kommenden Montag hatte Staudacher "eine offizielle Pressemitteilung der FDP Forst-Döbern" herausgegeben, in der es auch um die Doppelbelastung für den stellvertretenden Bürgermeister Jens Handreck geht, der seit der Erkrankung von Wesemann im November dessen Aufgaben mit übernimmt.

"Wir meinen, dass die Doppelbelastung zwar kurzfristig zumutbar ist, aber kein Dauerzustand bleiben darf und in den kommenden Wochen eine Lösung gefunden werden muss. Bis zum Sommer 2017 muss die Stadt wieder handlungsfähig sein und einen vollwertigen Bürgermeister haben", heißt es in der von Staudacher verschickten Mitteilung.

Auf RUNDSCHAU-Nachfrage, was Staudacher da als Lösung vorschwebe, sagte Staudacher, dass Wesemann "seine Gesundheit in den Vordergrund stellen und von seinen Ämtern zurücktreten" solle. Die Stadt habe eine schwierige Zeit vor sich, in der sie einen Bürgermeister brauche, der sich mit all seiner Kraft für sie einsetzen könne.

FDP-Fraktionsvorsitzender Lothar Lischke reagierte am Mittwoch auf RUNDSCHAU-Anfrage überrascht auf den Rücktrittsvorschlag. Dies sei Staudachers Meinung, aber nicht mit der Fraktion abgesprochen.

Jeff Staudacher ist Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes Forst-Döbern, Direktkandidat der FDP in Cottbus/Spree-Neiße für die Bundestagswahl im September und ein stellvertretender Kreisvorsitzender der FDP Lausitz. Er gehört aber nicht der Stadtverordnetenversammlung an, in der die FDP eine zweiköpfige Fraktion hat.