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| 01:13 Uhr

Familiäre Traditionen stehen im Mittelpunkt

Guben.. Eine kleine, aber feine weihnachtliche Zeitreise bietet das Städtische Museum „Sprucker Mühle“ Gubenern und Gästen der Neißestadt in Form einer Sonderausstellung an. (fw)

Mit Hilfe der Gubener - die RUNDSCHAU rief zum Mitmachen auf - ist eine sehenswerte Exposition entstanden, die Familientraditionen zum Weihnachtsfest dokumentiert. Museumsleiter Bernd Pilz hat Bildmaterial Gubener Familien von 1909 bis 1981 liebevoll zusammengestellt.
Entstanden sind die Fotos jeweils am Heiligen Abend. Sie zeigen, dass sich die weihnachtlichen Rituale eigentlich kaum verändert haben. Die Bilder drücken Stimmungen aus, wie sie wohl in jeder Familie während der Feiertage anzutreffen sind, egal ob es am Anfang des 20. Jahrhunderts oder an der Schwelle zum 21. Jahrhundert war. Deutlich lässt sich die Zeit an den Fotos ablesen, aber was für alle Bilder bezeichnend ist: Sie ähneln sich meist. Immer sind Kinder mit leuchtenden Augen, Spielzeug und Weihnachtsbäume mit Kerzen im Mittelpunkt. Warum das so ist und warum es kaum Veränderungen in diesem Zusammenhang gibt, das erklären die Museumsmitarbeiter bei einem Besuch. Bei der Gelegenheit kann man zur jeweiligen Zeit passendes Spielzeug betrachten. Interessant wird die Geschichte dann, wenn Eltern oder Großeltern ihrem Nachwuchs einmal zeigen wollen, mit welchen Spielsachen sie am Weihnachtsabend überrascht wurden. Das schon immer Teddys, Puppen, Autos, Puppenstuben und Kaufmannsläden die Renner waren, dürfte klar sein. Doch der Teddy von heute ist ein anderer, als der von 1909, und das Kipperauto hat sich ebenfalls verändert. Und gerade darin liegt der Reiz der Weihnachtsausstellung.
Ein Teil der Exponate sind Leihgaben, ein anderer Teil stammt aus dem Fundus des Museums. Bernd Pilz freut sich auf zahlreiche Besucher. Auch Schulklassen und Gruppen aus Kindergärten finden auf dem alten Mühlenboden vorweihnachtliche Atmosphäre und anschauliche Bildungsangebote, wie sie sonst nur im Buch stehen. Solche Originale, wie die orangefarbene Planierraupe aus Blech aus den 60er Jahren oder das Puppenbett vom Anfang des 20. Jahr hunderts, findet man nur im Museum. Bernd Pilz gibt noch einen Tipp: Besucher sollten sich einmal in die Weihnachtszeit vergangener Jahre versetzen lassen und vergleichen.
Die Ausstellung läuft vom 26. November bis zum 15. Ja nuar. Sie ist mittwochs und donnerstags von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Außerhalb dieser Zeiten können ebenfalls Führungen vereinbart werden. Telefonisch ist das Museum "Sprucker Mühle" unter (03561) 5 20 38 oder über das Servicecenter der Stadtverwaltung unter (03561) 6 87 10 zu erreichen.