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| 20:18 Uhr

Forst
Fahrräder sind in Forst ein begehrtes Gut

 Peggy Mertens konnte die Heimreise mit ihrem neuen gebrauchten Fahrrad antreten.
Peggy Mertens konnte die Heimreise mit ihrem neuen gebrauchten Fahrrad antreten. FOTO: Angela Hanschke
Forst. Knapp 40 Kauf- und Schaulustige kamen zur Versteigerung von Fund-Fahrrädern auf dem Innenhof des Alten Rathauses.

Seit drei Jahren schwingt Auktionatorin Bettina Wagner von der Stadtverwaltung Forst den Hammer, um die Fahrräder, die nach sechs Monaten Aufbewahrungszeit nicht von ihren Besitzern abgeholt wurden, an den Meistbietenden zu bringen. Dieses Mal standen 25 Objekte zur Auswahl; neben 24 Fahrrädern auch ein Kindersportwagen der Marke „Zagma“ inclusive bunter Kuscheldecke und schwarzem Regenschirm mit dem Aufdruck „Splash - Be prepared“ – „Sei vorbereitet“.

Entsprechend dem Grundsatz „Gekauft wie gesehen“ wechselte rund die Hälfte der Zweiräder gegen sofortige Barzahlung in den Besitz des Höchstbietenden. Als erstes ein mit dem Mindestgebot von 35 Euro aufgerufenes „relativ verkehrstüchtiges Fahrrad der Marke City-Star“, das 50 Euro in die Stadtkasse brachte. Gleich danach folgte ein schmuckes fahrbereites rotes Kettler-Damen-Fahrrad. Für Peggy Mertens, der Langfinger zur Osterzeit das Fahrrad gestohlen haben, ein guter Griff.

Ein kleines Bieterduell entbrannte um ein Montainbike, dessen Mindestgebot 50 Euro lautete. Bei 85 Euro fiel der Hammer. „Ein schickes Modell. Das ist sein Geld wert“, meinte anerkennend Elvira Lenke von der Stadtverwaltung und überreichte es an Marcel Schadewald, der es für seinen Sohn ersteigerte, der dem alten entwachsen ist. Denn Fahrräder sind in Forst offenbar ein begehrtes Gut. Eines der Vorjahres-Schnäppchen sei der Familie inzwischen wieder abhanden gekommen, bedauert Marcel Schadewald.

 Bereits im vergangenen Jahr befand sich das petrolfarbene Makita-E-Bike im „Auktionstopf“. Rasch schnellten am Mittwoch die Gebote trotz fehlender Akkus, von 100 Euro ausgehend, in die Höhe. „Zum ersten . . ., zum Zweiten . . .“ . Erst bei 220 Euro schlug der Hammer zu. Die neue Besitzerin machte vor Freude dennoch einen Hüpfer.

Offensichtlich stark reparaturbedürftige Fahrräder sowie der Kinderwagen stießen nicht auf Gegenliebe. Die nächste öffentliche Versteigerung von herrenlosen Drahteseln findet voraussichtlich im September statt.

 Peggy Mertens konnte die Heimreise mit ihrem neuen gebrauchten Fahrrad antreten.
Peggy Mertens konnte die Heimreise mit ihrem neuen gebrauchten Fahrrad antreten. FOTO: Angela Hanschke