ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:37 Uhr

Fahrraddieb in Forst geschnappt

Fahndungserfolg der Polizei: Die Cottbuserin Elke Knöfel hat ihr Fahrrad wieder. Der Dieb wurde in Forst gestellt.
Fahndungserfolg der Polizei: Die Cottbuserin Elke Knöfel hat ihr Fahrrad wieder. Der Dieb wurde in Forst gestellt. FOTO: Annett Igel
Cottbus. Die Cottbuserin Elke Knöfel ist begeisterte Radfahrerin. Fünfmal wurde ihr schon das Fahrrad gestohlen. Nun bekam sie erstmals nach einem Diebstahl ihren Drahtesel wieder. Die Polizei konnte drei Stunden nach Elke Knöfels Anzeige einen Fahndungserfolg aus Forst melden. Annett Igel-Allzeit

Ihre 71 Jahre sieht man Elke Knöfel nicht an. Beschwingt holt sie ihren weißen "Pegasus" aus dem Keller. Dort stellt sie ihn fast immer unter. "Fünf Fahrräder sind mir in meinem Leben schon gestohlen worden, allein drei davon seit dem Sommer 2013", sagt Elke Knöfel. Am 25. Mai nun aber ließ sie ihr neues Fahrrad unten vor der Haustür in der Frankfurter Straße im Fahrradständer. Sie wollte nur schnell in die Wohnung und danach gleich wieder los, um noch eine Besorgung zu machen. "Mit zwei Schlössern - eins davon ist eine Gliederkette mit Zahlencode - hatte ich es gesichert", erzählt Elke Knöfel. Doch zwischen 12 und 12.30 Uhr schlugen Fahrraddiebe zu. "Nur das Vorderrad ließen sie im Ständer zurück", erzählt Elke Knöfel.

Fremdes Vorderrad

Da die Polizeiwache in der Gagarinstraße von ihrem Haus aus schnell zu erreichen ist, brachte Elke Knöfel den Diebstahl sofort zur Anzeige und bat darum, eine Fahndung wegen des Diebstahls einzuleiten. Sogar Fingerabdrücke am Vorderrad wurden von der Polizei genommen. Gegen 16.30 Uhr kam dann die Erfolgsmeldung aus Forst: Elke Knöfels Fahrrad war wieder da - mit einem fremden Vorderrad.

Polizisten waren in Forst in der Mauerstraße zwei 16 und 19 Jahre alte Forster Jugendliche aufgefallen, die mit Damenfahrrädern unterwegs waren. Die Jugendlichen sind der Polizei als Intensivtäter bekannt. Der 16-Jährige wurde der Mutter übergeben.

Der Fall mache deutlich, dass der organisierte Fahrraddiebstahl Zwischendepots hat, bevor sie im Sammeltransport über die Grenze gebracht werden. Und in illegalen Werkstätten werden passende Vorderräder eingesetzt und Fahrräder neu zusammengesetzt. "Dass wir Transporte voller Räder stoppen und kontrollieren, wissen die Diebe inzwischen", bestätigt Polizeisprecher Torsten Wendt.

Die Drahtzieher setzen auf junge Leute, die Geld brauchen. Die Beschaffungskriminalität sei ein Schwerpunkt der Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße.

Und Erfolge hat auch im Zusammenhang mit den Fahrraddiebstählen die Einsatzgruppe Sigrit, die sich im Grenzgebiet gezielt um Kriminalität kümmert und mit den Zollbeamten zusammenarbeitet. Elke Knöfel ist froh. "Dieses Fahrrad fährt sich nämlich gut. Und wie schnell und zielstrebig hier die Polizei gehandelt hat, ist ein dickes Lob wert", sagt Elke Knöfel. Codiert sei ihr Fahrrad noch nicht."Das habe ich noch vor. Es ist ja noch neu." In einem zweiten Fall mit gutem Ende in dieser Woche erwies sich die Codierung des Fahrrads als wichtig. Eine Cottbuserin erkannte ihr gestohlenes Fahrrad in der Schillerstraße wieder. Mit der Codierung konnte sie der Polizei nachweisen, dass es sich um ihr Fahrrad handelte. Der fremde neue Nutzer hatte es angeschlossen.

Zum Thema:
Cottbuser Rad in Forst aufgefunden: Das teilte die Polizei am Donnerstag erneut mit. So seien Donnerstag früh gegen 7 Uhr in der Forster Ringstraße zwei 19 und 30 Jahre alte Männer mit zwei Fahrrädern gestellt worden. Eines davon war zuvor in einer Garage in Cottbus-Merzdorf gestohlen worden. Die Räder wurden zur Spurensicherung sichergestellt.