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| 01:02 Uhr

Fabrik an der Planckstraße ist Favorit für 10-Millionen-Objekt

Forst.. Der gemeinsame Standort von Bibliothek, Textilmuseum und Stadtarchiv könnte in der Fabrikanlage an der Planckstraße sein. Das komplette Areal gehört zur Insolvenzmasse der Brandenburgischen Textilfabriken. Die Stadt möchte etwa 10,5 Millionen Euro für das Fusionsprojekt ausgeben (die RUNDSCHAU berichtete). Von Bernd-Volker Brahms und Elke Möbus

Bisher hat der Forster Hauptamtsleiter Sven Zuber die Katze noch nicht aus dem Sack gelassen - offiziell zumindest. Man sei bei der Standortfrage in der „Verdichtungsphase“ , wie Zuber sich ausdrückt. Seit Mai des vergangenen Jahres würden Überlegungen für das Fusionsprojekt laufen. Vorabsprachen in Potsdam, von wo die Fördergelder kommen sollen, würden optimistisch stimmen, sagte Zuber. Ab Mitte Mai soll den Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung ein Gesamtkonzept vorliegen. Bereits Mitte Juni sollen dann in der Stadtverordnetenversammlung die Weichen für das Bauvorhaben gestellt werden.
Seit Monaten ist der Hauptamtsleiter auf Tingel-Tour durch die Fraktionen und stellt dort die Ideen der Stadtverwaltung vor. Trotz der umfangreichen Planungen im Rathaus bleibe die Umsetzung des Projektes letztlich eine politische Entscheidung, sagt Sven Zuber. Die FDP, die voraussichtlich im März einen Termin bei Zuber bekommt, dürfte die letzte Station sein.
Die PDS-Fraktion will sich voraussichtlich Ende Februar eine abschließende Meinung zu den bisher bekannten Vorstellungen machen. „Bisher haben wir mehr Fragen als Antworten“ , sagt Christian Otto. So müsse zum Beispiel geklärt werden, was mit den bisherigen Standorten werde, wenn Bibliothek, Museum und Archiv unter ein Dach ziehen.
Als Standort für das Millionenprojekt favorisiert die Verwaltung die ehemalige Noacksche Fabrik an der Planckstraße. Aber man mache in der Verwaltung auch eine Bedarfs- und Finanzierungsanalyse für Bibliothek, Archiv und das Museum, inwieweit diese an den heutigen Standorten entwickelt werden können, sagt der Hauptamtsleiter.
Die ehemaligen Fabrikanlagen und die Fabrikantenvilla in der Planckstraße gehören zur Insolvenzmasse der Brandenburgischen Tuchfabriken. Die Firma ist seit Juli des vergangenen Jahres nach Angaben des Amtsgerichts Cottbus im Insolvenzverfahren. Es gäbe Verkaufsverhandlungen für das gesamte Areal, wie das Büro von Insolvenzverwalter Christoph Junker aus Dresden auf RUNDSCHAU-Anfrage gestern mitteilte.