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| 02:35 Uhr

Experten-Wissen aus erster Hand

Noch liegt Schnee, aber die Rosengarten-Teamleiterin Maja Avermann und Parkmanager Stefan Palm zeigen schon mal den Rosenschnitt.
Noch liegt Schnee, aber die Rosengarten-Teamleiterin Maja Avermann und Parkmanager Stefan Palm zeigen schon mal den Rosenschnitt. FOTO: Steffi Ludwig
Forst. Maja Avermann und ihr Team sind die Wächter und Pfleger von Zehntausenden Rosen in fast 1000 Sorten im Ostdeutschen Rosengarten Forst. Viel Wissen zur Königin der Blumen ist hier vorhanden – das sie nun in einem ersten Rosenseminar weitergeben wollen. Steffi Ludwig

"Wir sind hier sozusagen das Rosen-Kompetenzzentrum mit über 100-jähriger Tradition", sagt Verwaltungsvorstand Sven Zuber schmunzelnd bei der Vorstellung des Seminars. Gelegentlich seien die Rosengarten-Mitarbeiter angefragt worden, ob sie ihr gärtnerisches Wissen nicht weitergeben können, berichtet Parkmanager Stefan Palm.

Nun soll es soweit sein: Am 11. März ist das erste Rosenseminar geplant, in dem Hobbygärtnern, Garten- und Rosenfreunden und allen anderen Interessenten aus Forst und Umgebung der richtige Rosenschnitt in Theorie und Praxis vermittelt werden soll. Ungefähr eine Stunde lang werde er in einem Vortrag im Veranstaltungszentrum "Rosenflair" die fachgerechten Hintergründe vermitteln, so Palm. Gärtnerische Grundregeln werden genauso erklärt wie die Einteilung der Rosen nach Wuchsformen in die einzelnen Rosenklassen und das richtige Werkzeug für den Rosenschnitt.

Teamleiterin Maja Avermann werde mit den Seminarteilnehmern dann die Theorie an den echten Rosenstöcken ausprobieren. "Wetterfeste Kleidung wäre gut. Und wer hat, auch eigene Handschuhe oder eine eigene Schere", sagt Maja Avermann.

Möglich sind bei dem Seminar zwei Startzeiten: 9 Uhr und 13 Uhr, jeweils sind maximal 20 Plätze vorhanden. "Wir können genau wie bei der Premiere der Rosengartensonntage im vergangenen Jahr momentan nicht einschätzen, wie das Interesse sein wird", überlegt der Parkmanager. Je nachdem, wie die Resonanz ausfalle, werde es im Herbst eine Fortsetzung geben. Denn auch für die Rosengartensonntage gibt es wegen des guten Starts beim Publikum auch in diesem Jahr wieder vier Termine (siehe Kasten). Beim ersten zur "Kunst im Garten" werde er am Vormittag zu den Kunstwerken im Rosengarten führen, verrät Palm. Am Nachmittag soll es eine Kunstaktion zum Mitmachen geben.

Momentan liegen die Rosenstöcke noch unter einer dünnen Schnee- und Eisschicht. Die meisten Mitarbeiterinnen des Betriebsamtes haben im Januar und Februar ihren Urlaub, den sie im Sommer ansammeln, so Maja Avermann. Hauptaugenmerk liege derzeit unter anderem auf der Aufarbeitung der Sitzmöbel.

Da man noch nicht abschätzen könne, wie das Wetter am 11. März werde und ob vielleicht noch der Boden gefroren sei, habe man mit dem 25. März einen Ausweichtermin für das Rosenseminar in der Hinterhand, so Stefan Palm.

Denn Ende März/Anfang April beginne dann auch im Forster Rosengarten der Schnitt der Zehntausenden Rosenstöcke. "Immer dann, wenn die Forsythien blühen", weiß Maja Avermann.

Zum Thema:
Für das Rosenseminar am 11. März um 9 Uhr und um 13 Uhr sollten sich Interessenten in der Touristinformation Forst in der Cottbuser Straße 10, Telefon 03562 989350, anmelden. Als Dauer für das Seminar sind etwa zweieinhalb bis drei Stunden vorgesehen. Ausweichtermin ist der 25. März. Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro inklusive Seminarunterlagen und Getränke. Dauerkarteninhaber bekommen einen Nachlass.Fest stehen die Termine für die Rosengartensonntage: Am 28. Mai soll es um das Thema "Kunst im Garten" gehen, am 30. Juli um "Rosendüfte", am 27. August um "Grüne Töpfe" und am 24. September um "Gartengenuss". Beginn ist jeweils 11 Uhr.