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| 16:09 Uhr

Sommerferien
„Eukizi“ ist mit 72 Kindern gestartet

Die Kinder und Jugendlichen üben in verschiedenen Gruppen die Programmpunkte ein.
Die Kinder und Jugendlichen üben in verschiedenen Gruppen die Programmpunkte ein. FOTO: Danny Herzog
Sacro. Jetzt laufen in Sacro die Vorbereitungen für die große Vorführung am Freitag. Von Danny Herzog

Der Euloer Kinderzirkus „Eukizi“ findet in dieser Woche bereits zum 19. Mal statt. Dabei sind 72 Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 13 Jahren. Begonnen haben die ersten Vorbereitungen bereits am vergangenen Sonnabend., als Eltern das Zirkusmaterial vom Euloer Pfarrhaus in die Kulturkirche nach Sacro brachten.

„Wir haben den Eukizi vor 19 Jahren in Eulo gegründet und mit ungefähr 35 Kindern angefangen“, erzählt Manuela Trummer, die Familienbeauftragte des Kirchenkreises. Der Hintergrund damals war, dass nicht jedes Kind die Möglichkeit hat, in den Sommerferien zu verreisen. Man wollte ihnen Aktivitäten in den Ferien anbieten. In den ersten Jahren habe man in Eulo Verschiedenes ausprobiert, vom Basteln mit Naturmaterialien bis zum Zirkusprojekt. Letzteres kam bei den Kindern gut an und wurde in  folgenden Jahren wiederholt. Schließlich war der Zuspruch so groß, dass der Kirchenkreis beschloss, die Ferienaktion in die Kirche nach Sacro zu verlegen. Dort gibt es mehr Platz und keine feste Bestuhlung, sodass sich die Kinder flexibler bewegen können.

Am Montag bekamen alle Kinder die Gelegenheit, sich an verschiedenen Stationen, verteilt im gesamten Pfarrgarten, auszuprobieren. Die Kinder verwandeln sich unter anderem in Akrobaten, Fakire, Zauberer und Clowns. Aber auch Kunststücke mit Einrädern und Maxboards werden einstudiert. „Wer die Grundlagen beherrscht, erhält steigernde Möglichkeiten“, betont Manuela Trummer.

Zu den täglichen Ritualen gehört das Warm-Up um 9 Uhr mit Gesang, Tanz und Spiel in der Kirche. Anschließend wird Organisatorisches geklärt, und die einzelnen Gruppen berichten über ihre Fortschritte. Geleitet werden die 72 Teilnehmer von 33 Helfern. Der größte Teil der Kinder stammt aus Forst, aber auch Ferienkinder, die bei ihren Großeltern zu Besuch sind, gehören dazu. Da die Proben für den Zirkus mittags beendet sind, bleibt genügend Zeit für Aktivitäten mit der Familie am Nachmittag. Beendet werden die Proben täglich mit einem Perlengebet und dem Segenslied. Für das leibliche Wohl der Kinder ist durch kostenlose Snacks und Getränke gesorgt.

Viele Zirkusartisten sind schon seit mehreren Jahren Teil des Projekts und haben Erfahrungen. „Bei den Einradfahrern sind auch einige dabei, die noch nie gefahren sind. Wir wollen den Kindern Räume öffnen, Impulse geben und sie machen lassen“, sagt Manuela Trummer. Dabei wird den jungen Artisten vermittelt, mit nicht zu hohen Erwartungen an die Sache heranzugehen. Ungefähr acht Minuten wird jeder der insgesamt zehn Gruppen bei der Präsentation zur Verfügung stehen. „Die Kinder lernen dabei auch, mal zurückzustecken. Jeder soll auf der Bühne etwas präsentieren dürfen.“, fährt Trummer fort. Darüber hinaus sind, wie bereits im vergangenen Jahr, auch vier Kinder mit einer Begleitperson aus der Wichernschule am Zirkusprojekt beteiligt, ebenso zwei Flüchtlinge.

Am heutigen Mittwoch geht es darum, mit den detaillierten Planungen für die Aufführung am Freitag zu beginnen. Die Nummern werden einstudiert, später kommen passende Kostüme und Musik hinzu. Nachdem am Donnerstag das gesamte Programm durchgespielt wird, sind am Freitag Akrobaten, Fakire, Zauberer, Clowns und vieles mehr für die Besucher um 16 Uhr zu sehen.

Die Abschlussvorstellung findet im Sacroer Pfarrgarten neben der Kirche statt. Der Eintritt ist frei, aber um Spenden wird gebeten. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 200 Zuschauern. Bei regnerischem Wetter wird die Veranstaltung in die Kirche verlegt.