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| 13:13 Uhr

Das Wetter im April
Der April 2018 – rekordverdächtig warm

Kaum stiegen die Temperaturen, standen auch die Obstbäume in voller Blüte. Nur die Bienen fehlten.
Kaum stiegen die Temperaturen, standen auch die Obstbäume in voller Blüte. Nur die Bienen fehlten. FOTO: Heido Briesemann
Spree-Neiße. Am Anfang des Monats wechselte das Wetter binnen drei Tagen vom Winter- in den Sommermodus.

Fiel am 1. April, also am Ostersonntag,  noch Schneeregen, wurde drei Tage später bereits die 20-Grad-Marke geknackt. Zwischen dem Hoch „Leo“ und dem Tief „Joi“ floss in den Folgetagen Warmluft in die Lausitz. Somit stiegen die Werte nun auch täglich über die 20 Gradmarke, und am 10. April gab es mit 25,2 Grad den ersten Sommertag.

Die Natur gab Vollgas. Die Forsythie erblühte ab dem 8. April, eine Woche später folgte die Süßkirsche, um eine Woche später von der Apfelblüte ersetzt zu werden.

Wer sich dann einmal die Zeit nahm, unter einem blühenden Kirschbaum zu verweilen, konnte den Duft genießen, doch Bienen waren kaum zu hören. Die fleißigen Insekten fehlen immer öfter, ein trauriger Trend, auch bedingt durch den Anbau von Monokulturen, den Düngemitteleinsatz und die Ordnungsliebe vieler Kleingärtner, blühende Unkräuter schnellstmöglich aus den Gärten zu entfernen. Gleichzeitig konnten die Bienenvölker gar nicht schnell genug sich entwickeln. Sie brauchen etwa drei Wochen, um „einsatzfähig“ zu sein.

Ab Mitte des Monats beherrschte in einer Omega-Wetterlage das Hoch „Norbert“ das Wetter in der Region. Ein Tief über Schottland und eines über Westrussland zwängte das Hoch in seiner Mitte fast ortsfest über ganz Mitteleuropa ein. Die Folge: sechs Tage strahlend blauer Himmel und fast sommerliche Temperaturen.

In der letzten Aprilwoche sanken zwar die Tageswerte auf unter 20 Grad, doch der Monat verabschiedete sich dann mit zwei weiteren Sommertagen. Unter dem Strich kommt der April 2018 auf ein Monatstemperaturmittel von 12,86 Grad Celsius. 250 Sonnenstunden und sechs Sommertage legten den Grundstein für diesen Wert.

Er gehörte somit zu den wärmsten der letzten 20 Jahre. In diesem Zeitraum war es nur im April 2000 (13,27 Grad) und 2009 (13,22 Grad) noch schöner und milder.

Im vergangenen Monat gab es  nur zwei Nächte mit leichtem Bodenfrost, Tiefstwert am 7. April mit minus 1,5 Grad. Der Monatshöchstwert mit 28,0 Grad fiel auf den 20. April.

Regen fiel an zehn Tagen, wobei von den insgesamt gemessenen 55 Litern allein 30 Liter am Dauerregentag, den 16. April fielen.

Der duftende Flieder, die großen Kastanienblüten und der gelb blühende Raps machen den Monatswechsel April/Mai zu einem der schönsten des gesamten Wetterjahres.

(hib)