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| 16:31 Uhr

Retter und Helfer im Fokus
Erster Blaulicht-Tag im September in Forst (Lausitz)

Präsentieren das Plakat zum ersten Blaulichttag am 29. September in Forst (Lausitz): Bürgermeisterin Simone Taubenek und der Gerätewart der Forster Feuerwehr, Jörg Baumgart.
Präsentieren das Plakat zum ersten Blaulichttag am 29. September in Forst (Lausitz): Bürgermeisterin Simone Taubenek und der Gerätewart der Forster Feuerwehr, Jörg Baumgart. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. Zum ersten Mal veranstaltet die Stadt Forst am 29. September einen Blaulichttag mit Aktionen für die ganze Familie. „Es soll dabei nicht nur um die Feuerwehr gehen, sondern um viele andere Institutionen und Vereine, die sich mit dem Retten, Schützen und Helfen beschäftigen“, sagte Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos) bei der ersten Vorstellung der Veranstaltung am Dienstag. Von Steffi Ludwig

„Wir freuen uns, dass wir so viele Teilnehmer gefunden haben, die den Tag gestalten.“ 25 Partner verschiedener Organisationen von der Bundespolizei über die Rettungshundestaffel bis zum Zoll sind bis jetzt beteiligt, etwa 40 Einsatzfahrzeuge werden präsentiert.

Bereits seit November liefen die Vorbereitungen zu dem Tag, berichtet Verwaltungsvorstand Sven Zuber, der den Hut für die Veranstaltung auf hat. Ziel sei, die Akzeptanz für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Katastrophenschutz wieder etwas zu erhöhen, sagt er und spricht die in den vergangenen Monaten verstärkt vorgekommenen Pöbeleien gegenüber Rettungskräften an. Weiteres Ziel sei, durch den Blaulichttag die Arbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen vorzustellen, um so auch um Nachwuchs zu werben.

Das habe vor zwei Jahren gut geklappt, berichtet Jörg Baumgart, Gerätewart bei der Freiwilligen Feuerwehr Forst. Denn da veranstaltete die Feuerwehr einen großen Tag der Feuerwehr anlässlich ihres 135-jährigen Bestehens. „Danach haben wir einige neue Kameraden gewonnen, sowohl Erwachsene als auch Kinder“, so Baumgart. Denn Probleme mit nicht ausreichenden Kameraden kennen auch die Forster: So seien Einsätze von der Innenstadt aus noch recht gut abgesichert, da viele Kameraden in der Kreis- oder Stadtverwaltung arbeiteten. Aber vom Feuerwehrgerätehaus Süd aus werde es schwieriger, da dort viele Kameraden auswärts arbeiteten. Beim Blaulichttag sei ein persönlicher Kontakt möglich, da von den 230 Kameraden der zwölf Wehren der Stadt sicher viele vor Ort seien.

Im vergangenen Jahr hatte es in Forst bereits einen Tag des Helfers gegeben, der vom DRK-Kreisverband organisiert worden war. In diesem Jahr ist es nun erstmals die Stadt selbst. „Wir konnten bisher bereits rund 150 Mitwirkende gewinnen, die Tendenz ist steigend“, erklärt Zuber.

Denn neben der Feuerwehr mit ihren verschiedenen Aktionen rund um die Stadtkirche St. Nikolai ist beispielsweise der Kampfmittelbeseitigungsdienst dabei. Er werde  anhand einer Sprengung zeigen, was passiert, wenn in der Hand ein Böller detoniert. Die Leitstelle Lausitz bringe ihr Einsatzleitfahrzeug mit, das im vorigen Jahr bei der Bombenentschärfung in Forst auch auf dem Lindenplatz gestanden habe, so Zuber. Hier könne auch einmal hinter die Kulissen geschaut werden, wie die Kommunikation funktioniere.

Auch die Rettungshundestaffeln Südbrandenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe sowie die des Landkreises Spree-Neiße seien vor Ort. Die Johanniter hätten außerdem ihre Drohne dabei, die für Einsätze wie große Autounfälle oder bei der Explosion des Munitionswerkes in Lübben verwendet werden, so Sven Zuber. Die Landespolizei gebe mit ihrem Präventionsteam Tipps zum Einbruchschutz.

Denn das soll der Blaulichttag auch: Den Besuchern hilfreiche Hinweise geben, wie sie sich selbst schützen und helfen können – bei einem Brand zu Hause oder einem Unfall. Nicht immer sei es notwendig, gleich den Notruf zu wählen, manchmal reiche auch ein Anruf beim kassenärztlichen Bereitschaftsdienst, spricht der Verwaltungsvorstand ein zunehmendes Problem an.

Bei der Kreisverkehrswacht Spree-Neiße könne simuliert werden, wie unter Rausch ein Fahrzeug geführt werde. Es gebe neben den großen Vorführungen  auch viele kleinere. Einiges werde bis September noch hinzukommen.