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| 02:38 Uhr

Enkeltrick-Betrüger gehen in Burg leer aus

Mit Anrufen versuchen Trickbetrüger vor allem ältere Leute um hohe Geldsummen zu prellen.
Mit Anrufen versuchen Trickbetrüger vor allem ältere Leute um hohe Geldsummen zu prellen. FOTO: fotolia
Cottbus. Keine Chance haben Enkeltrick-Betrüger am Donnerstag in Cottbus und im Umland gehabt. Laut Polizei versuchten Unbekannte als Enkel, Nichten und Neffen sich bei mindestens 18 Senioren 8000 bis 28 000 Euro zu erschwindeln. Annett Igel-Allzeit

"Enkel Hendrik" muss besonders in der Klemme gesteckt haben. Aber "Opa" nahm ihn überhaupt nicht ernst, als er 20 000 Euro von ihm haben wollte. Sondern der Opa gab sich freudig und und großzügig und bot ihm prompt 30 000 Euro als Geschenk und zur sofortigen Abholung an. Da legte "Hendrik" ganz schnell auf.

15 der angerufenen Senioren sind in der Cottbuser Innenstadt zu Hause, auch der Stadtteil Willmersdorf sowie die Spreewaldgemeinde Burg und der Drebkauer Ortsteil Leuthen waren betroffen. Wie Polizeisprecher Torsten Wendt schildert, versuchten angebliche Enkel, Neffen und Nichten mit ersponnenen Notlagen das Herz der Senioren zu erweichen. "Sie agierten dabei in den Telefonaten durchaus listig, erzählen von Autounfällen, Geldnot wegen Haus- und Wohnungskauf, hohen Arzt- und Anwaltskosten. Geschickt versuchten sie, die Namen der wirklichen Verwandten zu erfahren", so Torsten Wendt. Auf die Frage an die Betrüger, warum denn die Stimme so anders klinge, wurde zum Beispiel eine starke Erkältung als Erklärung angebracht. "Aber unsere Rentnerinnen und Rentner, die älteste Betroffene ist 93 Jahre, ließen sich auf keinerlei Geldforderungen ein, sodass kein Schaden entstand", sagt Wendt. Trotzdem warnt die Polizei noch einmal davor, auf Fragen der Betrüger einzugehen und an Fremde Geld zu übergeben. Und Wendt rät, auch wenn kein Schaden entsteht, sofort die Polizei unter dem Notruf 110 über solche Fälle zu informieren.