ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 22:07 Uhr

Bürgermeisterwahl
Engwicht und Taubenek vorn

Knapp setzten sich die beiden parteilosen Kandidaten Engwicht und Taubenek gegen die Stadtverordneten Bayer (CDU) und Paeschke (Die Linke) durch.
Knapp setzten sich die beiden parteilosen Kandidaten Engwicht und Taubenek gegen die Stadtverordneten Bayer (CDU) und Paeschke (Die Linke) durch. FOTO: Katrin Janetzko / LR
Forst. Die zwei parteilosen Bürgermeister-Kandidaten stehen am 6. Mai in der Stichwahl.

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen von vier Kandidaten. Und zum Schluss lagen zwei parteilose Kandidaten vorn: Thomas Engwicht und Simone Taubenek treten am 6. Mai in der Stichwahl gegeneinander an. Mit dem Hauch von 103 Stimmen Vorsprung erreichte Thomas Engwicht mit 26,9 Prozent den ersten Platz, dicht gefolgt von Simone Taubenek mit 25,5 Prozent. Mit einem Abstand von 218 Stimmen (22,5 Prozent) folgte Helge Bayer (CDU) auf die Zweitplatzierte. Ingo Paeschke (Die Linke) wiederum kam auf 21,8 Prozent und erreichte nur 50 Stimmen weniger als Bayer. Frühzeitig lag Aimo Bartel (parteilos) in der Auszählung der 28 Wahlbezirke zurück. Für ihn stimmten 237 Forster (3,2 Prozent). An der Bürgermeisterwahl hatten sich 7416 von 15 990 Wahlberechtigten beteiligt. Damit war die Wahlbeteiligung mit 46,4 Prozent ähnlich gering wie 2015, als 46,1 Prozent der Forster in der ersten Runde wählten.

Thomas Engwicht hat die Auszählung mit Familie und Freunden im Pavillon „Genuss & Kunst“ verfolgt. „Das Ergebnis ist ungefähr so, wie ich es mir vorgestellt habe“, sagt der Gärtnermeister. Als das vorläufige Endergebnis nach 19.45 Uhr feststand, habe ihm zuerst seine Frau gratuliert. Lange gefeiert wurde am Sonntagabend nicht. „Wir sind alle berufstätig und die Kinder müssen morgen früh in die Schule“, so Engwicht. Grundsätzlich freue er sich auf die kommenden 14 Tage. Es seien zwei sehr unterschiedliche Kandidaten in der Stichwahl.

Thomas Engwicht – im Bild mit seinen Kindern Emilia und Jakob – wartete im Pavillon „Genuss & Kunst“ auf das Wahlergebnis.
Thomas Engwicht – im Bild mit seinen Kindern Emilia und Jakob – wartete im Pavillon „Genuss & Kunst“ auf das Wahlergebnis. FOTO: Katrin Kunipatz / LR

Simone Taubenek, die mit ihrer Familie und den engsten Nachbarn den Wahlausgang im Kompetenzzentrum verfolgte, hat das Ergebnis so erwartet, wie es gekommen ist – und ist ihren Wählern dankbar, ebenso ihren Mitkonkurrenten für einen fairen Wahlkampf. „Ich werde jetzt die unterschiedlichen Wahlbezirke analysieren und mir das weitere Vorgehen überlegen“, sagt die Leiterin des Direktionsstabes der Polizeidirektion Süd. Kritisch schaut sie auf die geringe Wahlbeteiligung: „Nicht wählen zu gehen und dann zu meckern, ist keine Lösung.“

„Mit dem Ergebnis kann ich gut leben“, sagt Helge Bayer (CDU). „Wir haben einen guten Wahlkampf bestritten und Themen gesetzt, die die Stadt voranbringen können.“ Schwierig sei es jedoch, dass der künftige Bürgermeister nicht aus der Kommunalpolitik komme. Andererseits sei er auch erleichtert, sich ohne Druck wieder auf seine eigentliche Arbeit als Anwalt konzentrieren zu können.

Ingo Paeschke (Die Linke) sagt zum Wahlergebnis: „Es ist eingetreten, was zu dieser Stadt passt.“ Inhaltliche Arbeit scheine nicht mehr zu zählen, schlussfolgert er aus der Abwahl der beiden Stadtverordneten. Er sei aber keinesfalls verbittert, sondern nehme das Ergebnis zur Kenntnis.

Simone Taubenek verfolgte den Wahlausgang mit Familie und Nachbarn im Kompetenzzentrum.
Simone Taubenek verfolgte den Wahlausgang mit Familie und Nachbarn im Kompetenzzentrum. FOTO: Steffi Ludwig / LR

Auch Aimo Bartel hat sein Ergebnis so erwartet. „Mein Primärziel war es nicht, Bürgermeister zu werden. Ziel war, etwas Aufruhr zu veranstalten.“ Das sei ihm mit seiner Kandidatur gelungen, so Bartel. Sein Ziel sei es zudem, bei den Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung 2019 anzutreten – und das Forster Projekt „Monumentum Historica“, zu dem das Johannes Gaudium gehört, weiter voranzubringen.

Das Wahlergebnis ist vorläufig bis zur Sitzung des Wahlausschusses am Dienstag.