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| 16:53 Uhr

Forst
Ende der Übergangszeitim Rathaus absehbar

Döbern-Land. Der Amtsdirektor für das Amt Döbern-Land soll am 19. Februar gewählt werden.

Die Zeit, in der Mike Lenke als amtierender Amtsdirektor die Geschicke in Döbern-Land koordinierte, neigt sich dem Ende. Wie Ausschussvorsitzender Egbert Piosik nach der jüngsten Sitzung des Amtsausschusses berichtet, soll am 19. Februar ein neuer Amtsdirektor gewählt werden. Stimmberechtigt sind alle Mitglieder des Amtsausschusses.

Bereits Anfang November 2016 endete die Amtszeit von Günter Quander. Anschließend diskutierte der Amtsausschuss, ob die Stelle des obersten Verwaltungsbeamten neu ausgeschrieben wird. Als Alternative stand die Bildung einer amtsfreien Gemeinde im Raum, an deren Spitze ein von den Bürgern direkt gewählter Bürgermeister stehen würde. Der gewählte Amtsdirektor hätte sich als Kandidat für die Bürgermeisterwahl aufstellen können. Egal, ob er in die Position gewählt worden wäre oder nicht: Er  hätte für die gesamte achtjährige Amtszeit Anspruch auf die Bezüge gehabt. Selbst wenn es in der neu gebildeten amtsfreien Gemeinde keinen Amtsdirektor mehr gegeben hätte.

Um eine finanzielle Doppelbelastung zu vermeiden, wollte der Amtsausschuss die Wahl des Amtsdirektors nicht durchführen. Die Kommunalaufsicht des Landkreises war anderer Ansicht und forderte den Amtsausschuss auf, die Ausschreibung und die Wahl des Amtsdirektors durchzuführen.

Im August endete die Bewerbungsfrist. Fünf Kandidaten reichten ihre Unterlagen ein. Nicht ganz klar war, ob jeder von ihnen die in der brandenburgischen Kommunalverfassung geforderten Mindestanforderungen erfüllt. Wiederum holte man sich Hilfe bei der Kommunalaufsicht. Jedoch habe es bis in den Dezember gedauert, bis alle Fragen des Amtsausschusses beantwortet waren, kritisiert Egbert Piosik. Im Amtsausschuss am Mittwoch wurden die Mitglieder über die formale Eignung der Bewerber informiert. „Wir haben uns geeinigt, dass die Anzahl der geeigneten Bewerber geheim bleibt“, so Piosik. Nun sind alle Ausschussmitglieder aufgefordert, die Bewerbungsunterlagen einzusehen. Im Amtsausschuss am 19. Februar werde den Bewerbern außerdem die Möglichkeit eingeräumt, sich persönlich vorzustellen. Die Sitzung ist öffentlich, die Abstimmung erfolgt geheim.

(kkz)