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| 14:00 Uhr

Grundschul-Streit
Elterninitiative unterstützt Archimedes-Grundschule in Forst

 Vorwürfe statt Dialog rund um die Archimedes-Grundschule.
Vorwürfe statt Dialog rund um die Archimedes-Grundschule. FOTO: dpa / Daniel Reinhardt
Forst. Im Tauziehen um die freie Archimedes Grundschule in Forst (Spree-Neiße) ist die Elternschaft tief gespalten. Am Donnerstag wandte sich eine Elterninitiative mit einem offenen Brief an die Öffentlichkeit, um das Schulkonzept. Von Jan Siegel

Die Archimedes Grundschule war in die Schlagzeilen geraten, nachdem die Staatsanwaltschaft Cottbus den inzwischen abgesetzten Schulleiter angeklagt hatte. Ihm wird Körperverletzung in 20 Fällen vorgeworfen.

Kritiker der Schule zweifeln trotzdem weiter an der Kompetenz und die Qualifikation von Lehrkräften und kritisieren das pädagogische Konzept der Schule in freier Trägerschaft.

Neben dem Staatlich Schulamt hat inzwischen auch das Potsdamer Bildungsministerium die Bildungseinrichtung ins Visier genommen. Die Verunsicherung in der Elternschaft veranlasste den Landrat des Spree-Neiße-Kreises und die Bürgermeisterin der Stadt Forst vor zwei Wochen, an Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) zu schreiben. Die Kommunalpolitiker fordern Klarheit über die Perspektiven für die Schule. Aber noch sind die Prüfungen der Schulaufsicht offenbar nicht abgeschlossen.

Eine Initiative von Eltern, deren Kinder die Schule besuchen, kritisiert nun in einem offenen Brief die andauernde öffentlichen Attacken anderer Eltern, deren Kinder teilweise die Grundschule selbst besuchen.

Auf diese Weise werde der Schulalltag ihrer Kinder „signifikant negativ beeinflusst“, schreiben die Eltern. „Unsere Kinder spiegeln in keinster Weise die gemachten Vorwürfe wieder.“ „Im Gegenteil“, aus sicht der Unterstützer ist die Archimedes Grundschule „gerade in den Bereichen des täglichen Miteinanders, in der Vermittlung von Sozialkompetenzen sowie im Verhältnis zwischen Kindern und Lehrkörper“ positiv hervorzuheben.

Die Unterstützer der Archimedes Grundschule hätten sich viel früher einen Dialog zwischen allen Beteiligten an der Schule gewünscht, den es aus ihrer Sicht vonseiten der Kritiker nie gegeben habe.

Kommunalpolitiker schreiben an die Bildungsministerin